Als wäre der erste Sieg der deutschen Fußball-Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Tokio (3:2 gegen Saudi-Arabien) nicht schon emotional genug gewesen, ging Max Kruse im ARD-Interview nach dem Spiel auf die Knie – um seiner in Deutschland sitzenden Freundin Dilara einen Heiratsantrag zu machen.

„Eigentlich wollte ich warten, bis ich ein Tor schieße, aber wer weiß, ob das passiert“, leitet Kruse – angesprochen auf eine zuvor bei der ARD-Reporterin offenbar angekündigten Message – ein. Kruse verkündet, er habe eine Nachricht an seine Freundin zuhause. Nach ein paar Problemchen mit dem Mikrofon zieht er sein Trikot aus. Auf seinem Shirt darunter steht etwas geschrieben – in „nicht deutscher Sprache“, wie Kruse verrät.

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Dann nimmt der Stürmer von Bundesligist Union Berlin seinen Mut zusammen und geht auf die Knie. „Ja, Schatz. Wir sind jetzt schon ein paar Monate zusammen, eigentlich fast ein Jahr. Und es war ’ne schöne Zeit. Ich bin zwar nicht bei dir, aber obligatorisch hol‘ ich den Ring raus“, sagt Kruse in die Kamera, während er den imaginären Ring aus seiner Tasche zieht. Dann kommt – mit Verweis auf die Aufschrift auf dem Shirt – die entscheidende Frage: „Ich liebe dich und ich frage dich hiermit, ob du meine Frau werden willst. In dem Sinne, schöne Grüße nach Deutschland.“

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Aus dem Hintergrund hört man dann noch ein „Glückwunsch“. Kruse entgegnet: „Ja, wenn sie dann ja sagt.“ Und das hat sie dann tatsächlich auch, wie die Sportschau wenig später auf Twitter verkündete.

Über Kruses Freundin Dilara ist wenig bekannt. Sie hat türkische Wurzeln und schwarze Haare. Hin und wieder ist sie in Livestreams des 33-Jährigen auf Instagram oder Twitch zu sehen. Im vergangenen Mai war sie in die Schlagzeilen geraten, nachdem Kruse Hasskommentare gegen sie öffentlich gemacht hatte. Kurz darauf wurde sie bei einer Fan-Party rassistisch beleidigt.