Foto: Real Madrid C.F.
Foto: Real Madrid C.F.

Im Estadio Santiago Bernabeu hat es in den vergangenen Jahrzehnten schon viele legendäre Fußball-Nächte gegeben. Nun will Real Madrid das in die Jahre gekommene Stadion aber im großen Stil umbauen, Präsident Florentino Perez verspricht sich davon viel.

Im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte Perez, dass der Neubau das „beste Stadion der Welt“ sein werde. 1947 wurde das Santiago Bernabeu eingeweiht – mittlerweile beeindruckt die Spielstätte nur noch durch die steilen Ränge und die Kapazität von rund 81.000 Plätzen.

Das soll sich nun ändern: Die „Königlichen“ wollen neue Maßstäbe setzen, unter anderem mit einem verschließbaren Dach, einem 360-Grad-Videoscreen und einem eigenen eSports-Bereich. Was das Design betrifft, scheiden sich allerdings die Geister. Manche Fans erinnert das Stadion an ein Ufo, andere mussten an einen Kochtopf denken.

Klar ist allerdings: Mit einem Fußballstadion des 20. Jahrhunderts hat dieses Bauwerk rein gar nichts mehr zu tun, das zeigt auch ein Blick auf die Zahlen. 525 Millionen Euro soll das Projekt kosten. An der Präsentation des Stadions, das den Plänen zufolge nach 42 Monaten Bauzeit Ende 2022 fertig werden soll, nahm auch Madrids Bürgermeisterin Manuela Carmena teil.

Der genaue Termin für den Beginn der Arbeiten stehe aber noch nicht fest, betonte Pérez. Der letzte Spieltag der Primera División findet am 19. Mai statt. Der revolutionäre Umbau des legendären Bernabéu war bereits vor sieben Jahren erstmals angekündigt und seitdem wegen nicht gesicherter Finanzierung mehrfach verschoben worden. Während der Arbeiten will Real Madrid das Stadion weiter normal nutzen.

Bei in etwa gleichbleibender Kapazität von gut 81.000 Zuschauern sollen die Sitze komfortabler werden. Das Stadion befindet sich im Zentrum Madrids im Bezirk Chamartín. Die bisher letzte Modernisierung wurde 2011 durchgeführt. Davor wurde es schon in den Jahren 1953, 1982, 1992 und 2004 renoviert.

Hier könnt ihr euch das Video zum neuen Stadion bei YouTube anschauen

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(mit dpa-Material)