Dänemark gegen Australien

Claudia Neumann: Elfmeter-Entscheidung sorgt für Verwirrung

Dänemark gegen Australien: Claudia Neumann: Elfmeter-Entscheidung sorgt für Verwirrung Dänemark gegen Australien: Claudia Neumann: Elfmeter-Entscheidung sorgt für Verwirrung Foto: dpa
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ZDF-Reporterin Claudia Neumann musste im Laufe der WM bereits einige Hasskommentare bei Twitter über sich ergehen lassen. Bei der Partie zwischen Japan und Kolumbien leistete sie sich gleich mehrere Fehler. Ihre Einschätzung zum Elfmeter beim Dänemark gegen Australien sorgte für zusätzliche Verwirrung. Der nächste Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten. Ihr Chef nimmt sie in Schutz.

Die Szene ereignete sich gegen Ende der ersten Halbzeit. Dänemarks Yussuf Poulsen sprang im eigenen Strafraum der Ball an die Hand. Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz ließ zunächst weiterspielen, bevor der Video-Beweis dafür sorgte, dass es doch Strafstoß für Australien gab. Eine korrekte Entscheidung?

Die Meinungen dazu gingen standesgemäß auseinander. Das ZDF befragte in der Halbzeitpause Ex-Schiedsrichter Urs Meier, der von einer klaren Fehlentscheidung sprach. Kommentatorin Claudia Neumann hingegen zeigte sich zuvor mit der Entscheidung, auf den Punkt zu zeigen, einverstanden. Für die Twitter-Gemeinde Grund genug, erneut verbal gegen die Reporterin zu schießen.

Besonders Neumanns Aussage, Absicht spiele bei der Entscheidung keine Rolle, erzürnte die Zuschauer.

Bereits beim Spiel zwischen Kolumbien und Japan musste die Kommentatorin Häme einstecken. Mit seinem Kopfballtreffer zum 2:1 sorgte Osako für den ersten japanischen Sieg im ersten Spiel. In der vergangenen Bundesliga-Saison gab es für den 28-Jährigen eher selten Grund zur Freude  – er stieg mit dem 1. FC Köln ab. Umso verdutzter schaute der geneigte Fußball-Fan drein, als Kommentatorin Neumann vom "Neu-Bremer" sprach.

Offenbar verwechselte Neumann Osako mit seinem Teamkollegen Yoshinori Muto, der bei der Kolumbien-Partie gar nicht zum Einsatz kam. "Osako hatte mit seinen sieben Toren großen Anteil am Klassenerhalt von Mainz 05, spielte dort eine gute Saison", sagte sie. Autsch! Zu allem Überfluss hatte Neumann auch noch einen Zahlendreher drin. Während Osako für Köln viermal traf, erzielte Muto für Mainz acht Tore. Noch schlimmer wurde es, als sie Osako später noch Osaki nannte.

Der nächste Shitstorm war somit programmiert. Rapper Mo Torres warf Neumann Inkompetenz vor.

Die Reporterin hat's nicht leicht, musste sie sich doch bereits bei ihren beiden vorigen Auftritten einige negative Kommentare gefallen lassen.

Gar nicht einverstanden mit der Kritik an Neumann zeigt sich ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann. Mit deutlichen Worten kritisierte Fuhrmann die teilweise hämischen und frauenfeindlichen Beurteilungen der Kollegin im Internet. "Wir akzeptieren natürlich Kritik, auch bei den Kommentatoren - was aber bei Claudia Neumann passiert, sprengt alle Grenzen“, sagte Fuhrmann der Deutschen Presse-Agentur.

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Er ergänzte: "Hier wird offensichtlich etwas Grundsätzliches berührt: Eine Frau kommentiert ein Spiel der Männer-WM. Manche drehen da im Netz völlig durch, das ist unterste Schublade.“

Lesen Sie hier: Hetze gegen Neumann: ZDF erstattet Anzeige

Zuvor war Neumann am Wochenende bei Argentinien gegen Island und Costa Rica gegen Serbien im Einsatz, doch nun wurde die Schmähungen dem ZDF-Sportchef zu viel. Demonstrativ stellte er sich hinter seine Mitarbeiterin. „Hass, Häme und Beleidigungen akzeptieren wir nicht“, sagte Fuhrmann. „Die Kollegin hat ein hohes Fachwissen und macht einen guten Job bei der Fußball-WM.“ Dass ihr auch mal Fehler - wie die Verwechselung eines japanischen Spielers - unterlaufen, gehöre wie bei den männlichen Kollegen zum Job.

>>> Lesen Sie hier: Für Claudia Neumann ist die WM beendet

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Quelle: Mit Agenturmaterial (dpa)