US-Rapper Juice Wrld
Der aufstrebende US-Rap-Star Juice Wrld ist tot: Der 21-Jährige erlitt am 8. Dezember 2019 am Flughafen seiner Heimatstadt Chicago einen Krampf-Anfall und starb wenig später. Foto: Owen Sweeney/Invision/dpa

Juice Wrld ist im Dezember verstorben. Mittlerweile steht fest, warum genau.

Der US-Rapper ist durch eine Überdosis von Opioiden zu Tode gekommen. Die Autopsie habe ergeben, dass der Tod des 21-Jährigen versehentlich durch die Einnahme von Schmerzmitteln verursacht worden sei, teilte die Gerichtsmedizin in Chicago am Mittwoch mit.

Eine erste Autopsie nach dem Tod des Rappers hatte noch kein eindeutiges Resultat ergeben. Die Gerichtsmediziner hatten daraufhin weitere Untersuchungen vorgenommen.

Juice Wrld hatte am 8. Dezember am Flughafen von Chicago einen Krampfanfall erlitten, während Polizisten sein Gepäck durchsuchten. Laut der Zeitung „Chicago Tribune“ verabreichte ein Beamter der US-Bundespolizei FBI dem Musiker daraufhin zwei Dosen das Notfallmedikaments Narcan, das beim Verdacht auf eine Opioid-Überdosis gegeben wird. Juice Wrld verstarb jedoch kurz danach im Krankenhaus.

Neue Details zum Tod: Hat Juice Wrld aus Angst eine Überdosis Drogen genommen?

Die Beamten hatten laut „Chicago Tribune“ den Rapper mit dem bürgerlichem Namen Jarad Higgins am Flughafen erwartet. In seinen Koffern fanden sie demnach Drogen, Waffen und Munition.

Juice Wrld, der in einem Vorort von Chicago aufwuchs, hatte seinen Durchbruch mit dem Song „Lucid Dreams“ im Jahr 2018. Großen Erfolg hatte er auch im vergangenen Jahr mit seinem Album „Death Race for Love“, das in den USA die Spitze der Charts erreichte. Er zählte zur Generation der sogenannten SoundCloud Rapper, die zuerst auf Streaming-Plattformen im Internet Berühmtheit erlangen.

Bereits mehrere berühmte US-Musiker sind in den vergangenen Jahren an Opioide-Überdosen gestorben, darunter die Poplegende Prince, der Rockstar Tom Petty und der Rapper Lil Peep.

Im Gegensatz zu den Opiaten, die das aus dem Schlafmohn gewonnene Morphin enthalten, fallen unter die Opioide auch synthetisch hergestellte Substanzen, die morphinähnlich sind, wie beispielsweise Fentanyl.

Quelle: mit Agenturmaterial von AFP