1Live-Krone Juju
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Am Donnerstagabend sind in der Bochumer Jahrhunderthalle bei der Verleihung der „1LIVE Krone“ zum 20. Mal die aktuellen Könige und Königinnen in der deutschsprachigen Pop- und Hip-Hop-Landschaft gekürt worden. Wir sagen euch, wer gewonnen hat.

Mit gleich zwei Auszeichnungen ist die Rapperin Juju die große Gewinnerin des Abends gewesen. Die 27-Jährige („Bling Bling“, „Hardcore High“) ist bei der Verleihung des Publikumspreises nicht nur zur „Besten Künstlerin“ des Jahres gewählt worden. Mit dem Sänger Henning May räumte sie auch die Auszeichnung „Beste Single“ für den gemeinsamen Hit „Vermissen“ ab. Auch Henning May durfte zweimal jubeln: AnnenMayKantereit („Marie“, „Ozean“), deren Frontsänger er ist, wurde zur „Besten Band“ gekürt – nach mehrfachen Nominierungen endlich die erste Krone für die Kölner.

Dass Hip-Hop in der Gunst des jungen Publikums derzeit weit oben rangiert, zeigte der Gewinner der dritten Königsdisziplin: Der Berliner Rapper Sido („Tausend Tattoos“, „Mein Block“) setzte sich als „Bester Künstler“ gegen nominierte Sänger wie Mark Forster, Nico Santos oder Max Giesinger durch. Die Rapper Marteria & Casper („Adrenalin“, „Supernova“), nach mehreren Kronen als Solokünstler schon vergangenes Jahr zweimal als Duo gekrönt, konnten sich über ihren Sieg in der Kategorie „Bester Live Act“ freuen. Als „Bester Hip-Hop Act“ setzte sich der Berliner Rapper Kontra K („Erfolg ist kein Glück“, „Blei“) durch.

Erstmals in der Geschichte des Radiopreises wurde der „Beste Dance-Act“ gesucht: Erfolgs-DJ Felix Jaehn („Cheerleader“, „So Close“) war in den vergangenen Jahren bereits sieben Mal nominiert, konnte aber erst jetzt seine erste Krone entgegennehmen: „Danke, ‚1Live‘, dass ihr extra eine Kategorie für mich gemacht habt“, sagte er. Mit dem 1LIVE-Förderpreis wurde zudem die Gruppe Giant Rooks ausgezeichnet.

Zwei Preisträger waren schon vor der Verleihung bekannt gegeben worden: Die Comedy-Krone ging an den Stand-up-Comedian und Podcaster Felix Lobrecht. Mit einem Sonderpreis zeichnete der Radiosender zudem die Robert-Enke-Stiftung aus, die sich für Aufklärungsarbeit und Erforschung von Depressionskrankheiten einsetzt.

Fußball-Torwart Robert Enke nahm sich vor zehn Jahren das Leben. Er hatte mehrere Jahre unter Depressionen gelitten. Der Preis stehe für sie auch für die Entstigmatisierung der Krankheit Depression: „Es ist toll, dass sie angekommen ist, hier auch auf so einer bunten Veranstaltung, wo alles lustig ist, tolle Music-Acts. Und trotzdem reden wir über dieses Thema ohne Angst zu haben“, sagte Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der Stiftung und Witwe von Robert Enke.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)