Tanz in den Mai Best of 2017 bis 2019
Die Vorstellung wilder Partynächte in der Düsseldorfer Nachtresidenz, wie hier 2019, wirken zur Zeit befremdlich. Foto: Tonight.de

Die neue Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht früher als geplant die Wiedereröffnung der Clubs. So auch in Düsseldorf, wo diese Perspektive aber nicht überall positiv aufgenommen wird. Wir haben mit Walid El Sheikh und Marcel Oelbracht gesprochen.

El Sheikh, seines Zeichens Inhaber der Elephant Bar, Boston Bar, des Sir Walter und des Oh Baby Anna, freut sich über die aktuelle Entwicklung. Er habe seine Lokale und Teams in den vergangenen Wochen auf eine mögliche Wiedereröffnung vorbereitet. „Wenn es so weit ist, sind wir in der Lage, alles wieder vollumfänglich zu nutzen“, verspricht er. „Auch die Bereiche, in denen getanzt wird, würden wir wieder frei machen, damit die Leute dort endlich wieder tanzen können.“

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Lediglich eine Öffnung des Oh Baby Anna ist derzeit noch nicht möglich. Das hat aber weder etwas mit den Corona-Auflagen noch mit Personalmangel zu tun. In der Bar auf der Andreasstraße 11 hat es einen Wasserschaden gegeben, den es noch zu beheben gilt. „Hier wären wir wohl Anfang oder Mitte August in der Lage, wieder zu öffnen“, berichtet El Sheikh. Sein neuestes Projekt, das Paradise Now im Düsseldorfer Hafen, soll wie geplant Ende des Sommers starten – „ohne angezogene Handbremse“, sofern es die Corona-Zahlen zulassen.

Düsseldorf: Nachtresidenz hält an Öffnung im September fest

Marcel Oelbracht, der Geschäftsführer der Nachtresidenz, steht den News um die Wiedereröffnung hingegen kritisch gegenüber. Er will stattdessen am Plan, die Nachtresidenz erst Anfang September wieder zu öffnen, festhalten – unter der Prämisse, dass „die Regierung uns es wieder ermöglicht, langfristig zu planen“.

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Doch die Angst vor einer erneuten Enttäuschung ist zweifelsohne da: „Ich hoffe, dass uns im Herbst und Winter keine böse Überraschung erwartet, weil wir im Sommer alles zu früh gelockert haben. Nicht, dass wir – wie im vergangenen Jahr – dafür bestraft werden.“

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Dass mittlerweile schon diverse Öffnungstermine im Sommer genannt wurden – vor der letzten Änderung war es der 27. August –, hält Oelbracht für kontraproduktiv. „Die Herangehensweise hätte ich mir persönlich anders gewünscht, die Berichterstattung verwirrt einfach nur“, sagt er. Neben den Gästen natürlich auch den Gastronomen, denen er „viel Kraft und ein gutes Händchen in ihren Entscheidungen für sich und die Allgemeinheit“ wünscht.