„Schwere Gesichtsverletzungen“: Polizei schlägt nach E-Scooter-Unfällen Alarm

Nach einer durchzechten Nacht eben mit dem E-Scooter nach Hause oder in die nächste Kneipe cruisen: Davor scheinen Kölner immer weniger Hemmungen zu haben. Dabei ist eine Spritztour auf dem wackeligen Elektro-Roller für die Fahrenden extrem gefährlich. Das zeigen Unfälle vom Wochenende.
Foto: Christoph Soeder/dpa
Foto: Christoph Soeder/dpa

Mit schwersten Gesichts- und Kopfverletzungen sind eine alkoholisierte 23 Jahre alte E-Scooter-Fahrerin und ihre ebenfalls alkoholisierte 26-jährige Sozia am Samstagabend (23. Oktober) in eine Klinik eingeliefert worden.

Die 26-Jährige war zeitweise nicht ansprechbar. Polizisten ordneten bei beiden Frauen eine Blutprobe an und beschlagnahmten den Führerschein der Fahrerin. Gegen 23 Uhr sollen die beiden jungen Frauen bei Rot in den Kreuzungsbereich der Partymeile Brüsseler Straße/Aachener Straße gefahren und mit dem stadtauswärtsfahrenden Ford Fiesta einer 24-Jährigen zusammengestoßen sein.

Köln: Betrunkene E-Scooter-Fahrer schwer verunglückt

Auch bei zwei schweren Alleinunfällen von E-Scooter-Fahrern (22, 28) war in der Nacht zu Samstag (23. Oktober) und am Sonntagnachmittag (24. Oktober) Alkohol im Spiel. Laut Alkoholtest war der 22-Jährige Freitagnacht mit einem gemessenen Wert von über 1,1 Promille absolut fahruntüchtig unterwegs, als er in Höhe der Gabelsbergstraße an einer Bordsteinkante zu Fall kam. Rettungskräfte brachten ihn mit Platz- und Schürfwunden stationär in eine Klinik.

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Am Sonntagnachmittag geriet ein 28 Jahre alte Kölner auf dem Radweg der Niehler Straße mit einem Promillewert von über 1,1 Promille ins Straucheln und schlug sich beim Sturz einen Zahn aus. Beiden Männern ließen Polizisten eine Blutprobe entnehmen. Im Fall des 28-Jährigen beschlagnahmte das Streifenteam auch den Führerschein.

Köln: Anstieg von über 320 E-Scooter-Unfällen binnen weniger Monate

Bislang hat die Polizei Köln von Januar bis Mitte Oktober diesen Jahres einen Anstieg auf über 320 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von E-Scootern registriert. Dabei erlitten über 50 der meist männlichen Fahrer so schwere Verletzungen, dass sie zur stationären Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert wurden.

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In 64 Fällen waren Alkohol und/oder Drogen im Spiel. Zudem stellt die Polizei fest, dass nach wie vor viele Nutzer von E-Scootern auf Gehwegen und/oder zu zweit unterwegs sind. Alleine am letzten Freitag ahndete die Polizei 14 derartige Verstöße.