„Arsch huh“ in Köln: Solidaritätskonzert für Iran

Beim Jubiläum des Kölner Vereins "Arsch huh" in der Lanxess-Arena ist die iranische Popsängerin Sogand aufgetreten, um Solidarität mit den Protesten im Iran zu zeigen.
Sogand
Das Solidaritätskonzert in der Lanxess-Arena. Foto: Malte Krudewig/dpa
Sogand
Das Solidaritätskonzert in der Lanxess-Arena. Foto: Malte Krudewig/dpa

Mit einem Konzert in der Lanxess-Arena ist des legendären „Arsch huh“-Konzerts vor 30 Jahren gedacht worden. Bei dem Konzert am 9. November 1992 auf dem Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt war unter dem Eindruck rassistischer Pogrome wie etwa in Rostock gegen Intoleranz und rechtes Gedankengut protestiert worden. Bei der Jubiläumsveranstaltung am Donnerstagabend stand die Situation im Iran im Vordergrund. Unter dem Motto „Köln solidarisiert sich mit dem Aufstand im Iran“ wollte Popsängerin Sogand die Hymne der iranischen Protestbewegung singen.

Ein Video von dem Auftritt solle ein starkes Zeichen der Solidarität in den Iran senden, teilten die Veranstalter mit. „Köln steht an der Seite der friedlichen Demonstranten in Iran und insbesondere der iranischen Frauen, die mit ihren Protesten nach der Ermordung von Jina Mahsa Amini den Aufstand ausgelöst haben.“

„Arsch huh“: Solidaritäts-Konzert iranischer Popsängerin in Köln

Etwa 100.000 Menschen sollen sich 1992 beim „Arsch huh“-Konzert versammelt haben. Redner waren damals unter anderem der Volksschauspieler Willy Millowitsch (1909-1999), der WDR-Journalist Klaus Bednarz (1942-2015) und der Widerstandskämpfer Jean Jülich (1929-2011).

Auslöser der aktuellen Proteste im Iran war der Tod der 22 Jahre alten iranischen Kurdin Mahsa Amini Mitte September. Die Sittenpolizei hatte sie festgenommen, weil sie gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verstoßen haben soll. Die Frau starb am 16. September in Polizeigewahrsam. Seit ihrem Tod demonstrieren landesweit Zehntausende gegen den repressiven Kurs der Regierung sowie das islamische Herrschaftssystem.

dpa