11.11. in Köln: 2G unter freiem Himmel – kein Straßenkarneval für Ungeimpfte

In der Karnevalshochburg Köln steht nach einem Jahr Corona-Pause endlich wieder der 11.11. an. Unkontrolliertes Feiern wie es im Februar 2020 noch möglich war, will die Stadt allerdings verhindern – und kommt kurz vor der Sause mit strengen Corona-Regeln um die Ecke.
Karneval
Karneval in Köln Foto: ModernNomads/Shutterstock

Nach mehr als eineinhalb Jahren Pandemie, nach mehr als eineinhalb Jahren fast ohne Sitzung, ohne Zoch, Kamelle, Strüßjer und Geschunkel, ist es am 11. November 2021 soweit: Auf dem Heumarkt wird die Karnevalssession eröffnet. Doch wie die Stadt am Freitagnachmittag mitteilt, drängen die aktuellen Corona-Fallzahlen, die Behörden zu strengen Corona-Regeln –  auch im Straßenkarneval unter freiem Himmel.

Gesundheitsdezernent Dr. Harald Rau: „Trotz der großen Vorfreude auf den Sessionsstart und dem verständlichen Wunsch nach Normalität bitte ich zu bedenken, dass wir wissen, dass auch eine vollständige Impfung nicht hundertprozentig davor schützt, sich zu infizieren und auch zu erkranken. Jede und jeder sollte sich bewusst machen, dass man sich im Karnevalsgetümmel, insbesondere in Innenräumen, einem erhöhten Risiko aussetzt. Das gilt insbesondere für Menschen, für die etwa wegen ihres Alters oder aufgrund von Vorerkrankungen ein besonderes Risiko besteht, an Covid zu erkranken.“

Aus diesem Grund hat die Stadt Köln eine mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS NRW) abgestimmte Allgemeinverfügung erlassen. Die folgenden Regeln gelten am 11.11.2021 in Köln.

11.11. in Köln: Corona-Regeln in Altstadt und Kwartier Latäng

Die Situation in der Altstadt ist geprägt durch die Veranstaltung der Willi-Ostermann-Gesellschaft auf dem Heumarkt und dem Alter Markt. Da die Gesellschaft außerhalb der abgesperrten Flächen auf dem Heumarkt nicht über ein Hausrecht verfügt, gelten diese Flächen als öffentlicher Raum.

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen will die Stadt Köln die Regeln für den Karnevalsauftakt am 11.11. noch einmal verschärfen. In den abgesperrten Bereichen der Altstadt und im Zülpicher Viertel soll am Donnerstag nicht mehr 3Gplus gelten, sondern 2G. Auch bei allen Saalveranstaltungen und in den Kneipen solle 2G verpflichtend sein, sagte am Montag ein Sprecher der Stadt. Dies habe Köln beim Land NRW beantragt. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.

Karnevalsfeiern im öffentlichen Raum stünden demnach nur Geimpften und Genesenen offen. Normale Restaurants, in denen zum Beispiel Martinsgansessen stattfänden, seien davon ausgenommen, dort könne man weiterhin auch mit Test Eintritt erhalten. „Aber wenn ein Gastronomie-Betrieb leergeräumt wird – Tische weg, und da ist dann Karnevalsparty – dann soll da 2G gelten.“ Man gehe davon aus, dass das Land noch am Montag eine Entscheidung treffen werde.