Endlich enthüllt: Nintendo stellt die Switch mit OLED-Display vor

Nein, sie heißt nicht "Switch Pro": Was lange unter diesem Namen in der Gerüchteküche geführt wurde, erscheint nun bereits am 8. Oktober 2021 mit dem schlichten Namenszusatz "OLED-Modell". Wir zeigen was euch mit der neuen Nintendo Switch erwartet – und ob der Kauf überhaupt Sinn macht.
Nintendo Switch OLED Modell
Foto: Nintendo

Nun ist es raus: Über kaum eine andere Konsole wurde über die letzten Wochen und Monate so viel spekuliert, wie über das Thronerbe der Nintendo Switch. Nun ist es also da, das recht trocken titulierte „Nintendo Switch OLED-Modell“.

Aber immerhin: Der Titel ist sofort verständlich, was man von Konsolen wie der „Wii U“ und dem „New Nintendo 3DS“ nicht behaupten konnte. Erscheinen soll die neue Konsole am 8. Oktober 2021 für 349 Euro – passender Weise am selben Tag, an dem mit „Metroid Dread“ ein weiteres Exklusiv-Highlights für die Nintendo Switch erscheint.

Dem Namen entsprechend ist das OLED-Display der Star dieser Ankündigung: 7 Zoll groß und knackig bunt bringt das neue Display vor allem für mobile Zocker eine gewaltige Aufwertung. Leider bleibt die Auflösung von 1.280 x 720 Pixel dabei bestehen, dafür wächst die Diagonale von 6,2 auf 7 Zoll.

In den vergangenen Monaten war vielfach darüber spekuliert worden, dass Nintendo eine neue Switch-Version mit verbesserter 4K-Bildauflösung plane. Die Switch OLED hat jedoch die gleiche HD-Auflösung wie das im März 2017 erschienene ursprünglich Modell.

Der technische Quantensprung bleibt aus

Für Nintendo recht typisch zeigt sich die Firma in Sachen technischer Aufwertung mal wieder sehr bedeckt: Einen großen Sprung nach vorne sollte man beim „Nintendo Switch OLED-Modell“ jedoch nicht erwarten – also kein Vergleich etwa wie beim Sprung von PlayStation 4 auf PlayStation 5. Damit wird auch deutlich: Das OLED-Modell ist eine Erweiterung der bisherigen Produktlinie, kein komplett neues Produkt. Diesbezüglich müsst ihr euch weiterhin auf eine echte Nachfolgekonsole gedulden, welche mit dieser Ankündigung am 6. Juli 2021 sicher um mehr als ein weiteres Jahr nach hinten gerutscht sein dürfte.

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Das Gewicht des „Nintendo Switch OLED-Modells“ beträgt mit angeschlossenen Joy-Cons rund 420 Gramm und ist damit nur 20 Gramm schwerer als der Vorgänger. Am leichtesten bleibt weiterhin die Switch Lite mit 275 Gramm. Angst um eure Handgelenke müsst ihr also nicht haben.

Nintendo Switch OLED Modell

Foto: Nintendo

Neben dem OLED-Display stehen noch einige weitere Ergänzungen auf dem Programm: Das „Nintendo Switch OLED-Modell“ bekommt einen stabileren und anpassbaren Stand spendiert, kommt mit 64 Gigabyte anstelle von 32 Gigabyte Speicher daher und soll laut Nintendo einen wesentlich besseren Sound bieten, als der Vorgänger.

Fans exquisiter Farben rümpfen leider die Nase: Das „Nintendo Switch OLED-Modell“ kommt im bereits bekannten Duo aus Neon-Rot und Neon-Blau daher, oder versteckt sich wahlweise im neutralen weiß in eurem TV-Rack.

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Macht ein Kauf vom Nintendo Switch OLED-Modell Sinn?

Für 329 Euro erhält man zum Zeitpunkt dieser Zeilen eine „normale“ Switch über die gängigen Online-Händler. Da erscheint ein Preis von 349 Euro für das „OLED-Modell“ zunächst äußerst fair – immerhin bietet das neue Modell nicht nur das deutlich bessere OLED-Display für unterwegs, sondern endlich auch einen vollwertigen LAN-Kabel-Anschluss, über den sich besonders Zocker mit miesem WLAN in den heimischen vier Wänden freuen dürften.

Wer also noch gar keine Switch sein Eigen nennt, für den dürfte es eindeutig auf das OLED-Modell hinauslaufen. Ob mit der Einführung der neuen Switch die Preise der alten Version fallen werden, lässt sich nur schwer einschätzen: Aufgrund von Corona kam es auch bei Nintendo über das Jahr hinweg zu Engpässen in der Auslieferung, womit sich der Preis nicht nur festigen, sondern teilweise sogar leicht erhöhen konnte.

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Wer hingegen bereits eine Switch sein Eigen nennt, sollte die Moneten in seiner Geldbörse gut durchzählen und abwägen, ob einem der OLED-Vorteil beim Handheld-Gaming das viele Geld wert ist.

Die Nintendo Switch Lite bleibt ein gutes Angebot für alle, welche tatsächlich nur mobil zocken wollen und dabei keine 349 Euro für einen Handheld ausgeben wollen: Zuletzt gab es die Switch Lite im Angebot für rund 169 bis 199 Euro. Da erscheint der Aufpreis von 150 Euro für ein größeres OLED-Display und die Möglichkeit am TV zu zocken recht hoch. Unser Tipp: Schaut euch beide Geräte live an und entscheidet dann selbst, ob es euch den Aufpreis wert ist.

Ist das „Nintendo Switch OLED-Modell“ kompatibel zur „alten“ Switch?

Bei dieser Frage können wir euch gleich beruhigen: Das OLED-Modell ist komplett kompatibel zu allen bislang veröffentlichten Switch-Spielen, egal ob per Download im Nintendo eShop oder als physische Edition im Handel gekauft. Sogar die Nintendo Switch-Stationen sollen sich nach einem System-Update untereinander verwenden lassen. Ebenso natürlich weiter verwendbar, bzw. beliebig austauschbar sind die Joy-Con-Controller und Zubehör.

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