Düsseldorf: Sorge um Sicherheit der Invictus Games – Prinz Harry sprach über Taliban

Ein Militärexperte ist besorgt um die Sicherheit der für September in Düsseldorf geplanten Invictus Games. Grund seien die Aussagen von Prinz Harry über die Tötung von Talibankämpfern. Was dahintersteckt.
Prinz Harry und Meghan zu Besuch in Düsseldorf
Prinz Harry und Meghan zu Besuch in Düsseldorf. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Prinz Harry und Meghan zu Besuch in Düsseldorf
Prinz Harry und Meghan zu Besuch in Düsseldorf. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Wegen Aussagen von Prinz Harry über die Tötung von Talibankämpfern hat sich ein britischer Militärexperte besorgt um die Sicherheit der Invictus Games in Düsseldorf geäußert. „Ich gehe davon aus, dass der Grad der Bedrohung definitiv höher sein wird“, sagte der ehemalige Marineadmiral Alan West der Sonntagszeitung „Sunday Mirror“.

Wegen Harrys Aussagen werde es „ernsthafte Sicherheitsprobleme“ für die Veranstaltung im September geben. „Es werden Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Veteranen zu schützen“, sagte West weiter. Der Prinz sei „sehr dumm“ gewesen, Details zu den Tötungen zu veröffentlichen.

Die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen will das von Harry mitinitiierte Sportfestival für kriegsversehrte Athleten im September 2023 ausrichten.

Medienberichten zufolge hatte Prinz Harry in seinen Memoiren geschrieben, als Soldat in Afghanistan 25 Menschen getötet zu haben. „Das war nichts, was mich zufrieden gemacht hat, aber auch nichts, wofür ich mich geschämt habe“, schrieb Harry nach Informationen des Senders Sky News. Ein hochrangiges Taliban-Mitglied warf Harry daraufhin Kriegsverbrechen vor.

Verschiedene britische Medien hatten sich ein Exemplar des noch unveröffentlichten Buches besorgt und seit Donnerstag vorab daraus zitiert.

dpa