Drogen-Hotspot Worringer Platz: Düsseldorfer Pizza-Wirt zieht vor Gericht

Der Zaun am Worringer Platz beschäftigt im kommenden Jahr das Landgericht in Düsseldorf. Ein erster Verhandlungstermin steht fest.
Landgericht Düsseldorf
Der Fall wird aktuell in Düsseldorf verhandelt. Foto: Marcel Kusch/dpa
Landgericht Düsseldorf
Der Fall wird aktuell in Düsseldorf verhandelt. Foto: Marcel Kusch/dpa

Seit dem letzten Jahr steht am Worringer Platz in Düsseldorf an der Pizzeria ein Zaun. Diesen hat der Betreiber der Pizzeria selbst anbringen lassen. Weil an den Bänken in unmittelbarer Nähe immer wieder gedealt oder Drogen konsumiert wurden.

Deshalb wollte sich der Betreiber gezielt abgrenzen. Seither ist ein Streit um diesen Zaun entbrannt. Während die Hilfsorganisation Fifty Fifty oder auch die grüne Bezirksbürgermeisterin Annette Klinke den Zaun alles andere als Gut heißen und die Linke den Zaun per Antrag gleich abbauen lassen wollte, entschieden sich die CDU und die Grünen dagegen.

Inzwischen hat sich auch die Architektin des Platzes in den Streit eingeschaltet und sieht in dem Zaun eine Urheberrechtsverletzung. Auch sie fordert, dass der Zaun entfernt werde. Über ihren Anwalt erklärte sie, dass der Zaun „dauerhaft im Widerspruch zum künstlerischen Ansatz“ stehe, wie die „Rheinische Post“ zitiert.

Lange als Brennpunkt bekannt

Tatsächlich sind die Bänke am Worringer Platz ohne Weiteres nicht mehr zugänglich. Der Gastronom hingegen sieht sich weiterhin im Recht. Schließlich möchte er seine Kunden vor Menschen schützen, die dort mit Drogen hantieren. Zudem ist er nicht alleine mit seiner Haltung, seit Jahren gilt der Ort als Brennpunkt der örtlichen Drogenszene.

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Daher wurde nun ein erster Verhandlungstermin vor dem Landgericht festgelegt. Dieser wird jedoch erst im kommenden Jahr stattfinden, der Termin ist der 25. Januar. Auf eine außergerichtliche Einigung braucht man jedoch nicht zu hoffen. Denn beide Parteien beharren auf ihr Recht. Somit dürfte ein langer Rechtsstreit um den Zaun folgen.