Foto: shutterstock/Kiattipong
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Nachts ruft ein Vater im Städtchen Dison unweit der deutschen Grenze die Polizei. Seine Kinder müssen mit Schussverletzungen ins Krankenhaus. Was ist passiert?

In Ostbelgien sind zwei Kinder zuhause angeschossen und schwer verletzt worden – womöglich aus Versehen vom eigenen Vater. Bis Sonntag waren die beiden neun und zwölf Jahre Jungen immerhin außer Lebensgefahr, wie belgische Medien berichteten.

Der Vater sei polizeibekannt und vorläufig festgenommen worden, sagte Staatsanwalt Gilles de Villers Grand Champs dem Sender RTL Info. Bei einer Durchsuchung der Wohnung seien vier Schusswaffen gefunden worden, darunter auch die abgefeuerte Waffe.

Was in der Nacht zum Samstag in der Wohnung des Vaters im Zentrum von Dison – rund 30 Kilometer südwestlich von Aachen – genau passierte, blieb zunächst unklar. Nach Angaben des Staatsanwalts rief der Vater selbst die Polizei, ein Onkel der Kinder brachte diese verletzt ins Krankenhaus.

Beide Männer wurden zunächst festgenommen, der Onkel aber später freigelassen und entlastet, wie der Sender RTBF meldete. Der Vater werde hingegen des illegalen Waffenbesitzes und der fahrlässigen Körperverletzung verdächtigt.

Warum der Vater schon einmal aktenkundig wurde, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit. Vor Ort war bei dem Zwischenfall den Berichten zufolge noch ein drittes Kind, das aber unverletzt blieb.

Quelle: dpa