Foto: dpa
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Waldemar Hartmann ist in Deutschland ein anerkannter Fußball-Experte. Und das, obwohl sich der der 70-Jährige, bekannt als Fußballmoderator bei der ARD, bereits 2013 als Telefonjoker bei „Wer wird Millionär“ bei einer Fußball-Frage blamierte. Nun hat sich „Waldi“ bei der Quizshow erneut nicht mit Ruhm bekleckert.

2013 strauchelte „Experte“ Hartmann bei der Frage, welche große Fußball-Nation noch nie den Titel im eigenen Land geholt habe. Hartmann vergaß schlichtweg den deutschen WM-Sieg 1974. Model Lena Gercke, die Hartmann damals anrief, hatte Glück, dass das Publikum den peinlichen Fehler des Sportjournalisten ausbügelte.

Fünf Jahre später saß TV-Comedian Chris Tall auf dem Kandidatenstuhl bei Günther Jauch. Und rief bei einer Fußball-Frage erneut „Waldi“ an. „Welche ist die einwohnerreichste Stadt Deutschlands, die noch nie einen Erstligisten im Männerfußball stellte?“ Das klang schon ohne Antwortmöglichkeiten machbar, für einen Experten wie Hartmann müsste das doch ein Kinderspiel sein.

Doch Hartmann blamierte sich erneut. Aus den Antworten A) Bonn, B) Dresden, C) Fürth, D) Saarbrücken konnte er Dresden und Saarbrücken richtigerweise ausschließen, doch dann offenbarte er größere Erinnerungslücken, behauptete, dass Fürth nie in der Bundesliga gespielt habe. Dabei vergaß er die Saison 2012/13. Damals stiegen die „Kleeblätter“ nach nur einer Saison wieder sang- und klanglos ab. 

Tall vertraute dem Telefonjoker aber aus gutem Grund nicht uneingeschränkt und wählte zusätzlich den 50:50-Joker, der zwei falsche Fragen eliminiert. Übrig blieben nur noch Bonn und Dresden. Der Entertainer entschied sich richtigerweise für Bonn als Antwort und durfte weiterspielen. 

Spott von Günther Jauch

Der frühere Sportmoderator Jauch amüsierte sich jedoch so sehr darüber, dass sein einstiger Kollege schon wieder in seinem Fachgebiet danebenlag, dass er Hartmann in der Sendung noch einmal anrief, um ihm seinen Fehler schadenfroh unter die Nase zu reiben. Zunächst zeigte sich Hartmann uneinsichtig: „Ich habe doch gesagt, dass Bonn nie drin war“, bemerkte nach einiger Zeit dann aber, was er falsch gemacht hatte. 

Doch Hartmann, bekannt durch sein legendäres Interview 2003 mit dem damaligen DFB-Teamchef Rudi Völler („Du sitzt hier locker bequem auf deinem Stuhl, hast drei Weizenbier getrunken und bist schön locker“) wäre nicht Hartmann, hätte er am Ende nicht doch zumindest im TV-Studio die Lacher auf seiner Seite gehabt: „Ach, Fürth war in der 1. Liga … – als Nürnberger muss man das nicht wissen.“

Den Twitter-Usern war dies egal, sie hatten ihr Urteil schon längst gefällt. Sie zogen Hartmann mit Inbrust durch den Kakao.

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