Foto: Chaikom / shutterstock.com (Symbolfoto)
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Eigentlich gelten die USA als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch in Südkorea sieht das offenbar nur wenig anders aus. Denn: Wer seine Kinder vor Mobbing schützen möchte, bestellt neuderdings einfach einen furchteinflößenden Aufpasser für den Nachwuchs. Dann passiert garantiert nichts mehr!

Der sogenannte „Onkel-Service“ entwickelt sich derzeit zu einem großen Business-Zweig. Mittlerweile gibt es sogar drei verschiedene Varianten, wie das Portal „AllKPop“ berichtet. Das „Uncle Package“ („Onkel-Paket“) zum Beispiel, bei dem ein „großer, einschüchternder Mann in den Dreißigern“ vorgibt, der Onkel eines gemobbten Schülers zu sein, den er auch auf dem Weg zur Schule und wieder nach Hause begleitet. Der Preis ist allerdings üppig. 500.000 Südkoreanische Won kostet dieser Service pro Tag, umgerechnet etwa 380 Euro.

Variante zwei: das „Evidence Package“. Hierbei hält der „Onkel“ originale Mobbing-Szenen per Mini-Kamera fest, anschließend erhält die Schule eine Benachrichtigung über die Vorfälle. Zudem die Aussage: „Ich werde eine offizielle Beschwerde bei der Schulbehörde einreichen, wenn Ihr den Fall nicht richtig untersucht. Wir wollen eine klare Lösung.“ Die Kosten: 400.000 Won, also rund 304 Euro.

Fehlt noch der Luxus-Ableger: das „Chaperon Package“. Für zwei Millionen Won (etwa 1520 Euro) wird der „Onkel“ bis zu vier Mal die Eltern des Mobbers während der Arbeitszeit besuchen und vor dem Büro laut schreien: „Ein Elternteil eines Mobbers arbeitet hier.“

Insgesamt ist die Resonanz verheißungsvoll. Denn Gewalt an Schulen ist nicht nur in Südkorea ein Thema. Aber könnten die bösen Onkel in Deutschland auch ein zukunftsträchtiges Modell sein?

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