Bob Marley
Foto: Frank Leonhardt/dpa

Bob Marley hat viele Welthits herausgebracht. Zu Weltruhm verhalf ihm dabei sein Song „I Shot the Sheriff“, der von Eric Clapton gecovert wurde. In dem Lied geht es um das Geständnis, eine Sheriff umgebracht zu haben.

Bob Marleys Song I Shot The Sheriff (zu deutsch: „Ich erschoss den Sheriff“) stammt aus dem Jahr 1971 und wurde auf dem Studioalbum „Burnin'“ von Marleys Band „Wailers“ veröffentlicht. „I Shot The Sheriff“ war die letzte Single, die Marley mit der Band herausbrachte, bevor er seine Solokarriere begann.

Inhaltlich geht es im Lied um einen Erzähler, der berichtet, einen korrupten Sheriff getötet zu haben. Er vertritt den Standpunkt, fälschlicherweise angeklagt zu sein, den Hilfssheriff umgebracht zu haben und behauptet zudem, in Notwehr gehandelt zu haben.

Als überaus hilfreich für die Popularität Marleys erwies sich, dass Eric Clapton drei Jahre später mit dem von Marley geschriebenen Lied „I Shot the Sheriff“ weltweit einen Hit landete.

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Robert Nesta Marley, wie er mit vollem Namen heißt, kam am 6. Februar 1945 in Rhoden Hall auf Jamaika zur Welt, auch wenn in seinem Pass der 6. April als Geburtsdatum dokumentiert war. Sein aus Liverpool stammender Vater diente als Hauptmann in der britischen Armee, seine Mutter arbeitete als Kolonialwarenhändlerin und Sängerin. Marley absolvierte eine Lehre als Schweißer und nahm 16-jährig seine erste Single „Judge not (Unless you Judge Yourself)“ auf.

1964 gründete er seine langjährige Begleitband „The Wailers“, der auch Peter Tosh und Bunny Wailer Livingston angehörten, die später selbst als Solisten erfolgreich waren. Nach zahlreichen Veröffentlichungen in Jamika unterschrieb Marley 1971 seinen ersten internationalen Plattenvertrag.

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Die Bezeichnung Reggae kam Ende der 60er Jahre auf, als „Toots & The Maytals“ den Hit „Do the Reggae“ landeten. Gemeint war damit der Karibiksound mit der eigenwilligen, für europäische Ohren damals noch ungewohnten Rhythmik der in Zeitlupentempo akzentuierten Achtelnoten. Seine Wurzeln hat der Reggae in westindischer wie afrikanischer Folklore sowie amerikanischem Rockabilly.

Marley machte in der Folgezeit die Musik seiner Heimat zu einem Welterfolg. Seine oft dopegeschwängerten Konzerte erfreuten sich enormen Zulaufs. Marley war nach 1976 wiederholt in Deutschland auf Tournee, zuletzt 1980, als er in Berlin von 18 000 begeisterten Fans gefeiert wurde. Seine Alben „Exodus“ oder „Rastaman Vibrations“ gehören heute wie sein Hit „No Woman no cry“ zu den Klassikern der Rockhistorie.

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Von 1976 an hatte Marley mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Im Dezember wurde er bei einem wohl politisch motivierten Attentat in seinem Haus in Kingston angeschossen. Im Jahr darauf ließ er eine Krebserkrankung in Miami erstmals operativ behandeln. 1981 suchte er für ein halbes Jahr im oberbayerischen Rottach-Egern am Tegernsee Hilfe. Anfang Mai brach er auf dem Rückweg in seine Heimat auf dem Münchner Flughafen zusammen und musste mehrere Stunden notärztlich behandelt werden.

Wenige Tage darauf, am 11. Mai 1981 starb Marley, 36-jährig in Miami. Doch im von ihm so unnachahmlich geförderten Reggae lebt er weiter – auch in den Liedern seines Sohnes Ziggy, der inzwischen zu den profiliertesten Reggaemusikern gehört. Ein Denkmal setzte ihm neun Jahre nach seinem Tode sein Heimatland Jamaika: Der 6. Februar, Marleys Geburtstag, wird seit 1990 als Nationalfeiertag begangen.

Quelle: mit Agenturmaterial von dpa