Diese Geschichte klingt unglaublich: Zwei russische Wissenschaftler streiten sich in der Antarktis, weil einer von beiden dem anderen immer wieder das Ende von Büchern verrät, noch bevor der Mann die Bücher gelesen hat. Das reichte einem Forscher für einen Mordversuch.

Die russischen Wissenschaftler Sergey Savitsky und Oleg Beloguzov waren vier Jahre lang gemeinsam zu Forschungszwecken in der Antarktis. Im „ewigen Eis“, wie die Antarktis genannt wird, sind die möglichen Freizeitaktivitäten rar gesät. Ganze zwei russische TV-Sender standen ihnen zur Verfügung. Das nicht gerade abwechslungsreiche Freizeitprogramm nervte auch die zwei russischen Wissenschaftler, weshalb sie sich schon bald ein anderes Hobby suchten. Sie wurden in der Einsamkeit zu richtigen Leseratten, verschlangen Bücher regelrecht. 

Alles hätte friedlich bleiben können, doch es kam ganz anders. Das berichtet die britische Tageszeitung „The Sun„. Demnach gerieten die zwei Wissenschaftler in einen Streit darüber, dass Beloguzov seinen Kollegen Savitsky ärgerte, indem er ihm regelmäßig den Ausgang von Büchern verriert und ihm so das Leseerlebnis madig machte. Wer will schon einen Roman lesen, wenn er den Ausgang des Buchs schon kennt? Stimmt, niemand!  

Beloguzov hatte ganz offensichtlich einen wunden Punkt bei Savitsky getroffen, denn der verstand bald keinen Spaß mehr. Nachdem ihm der Kollege erneut das Ende eines noch nicht gelesenen Romans verriet, rastete der Forscher aus und stach mit einem Messer auf seinen Kollegen ein. Er verletzte mit der Messerattacke Beloguzovs Herz. Der Russe wurde in ein chilenisches Krankenhaus eingeliefert, kam dort auf die Intensivstation, schwebte aber nicht in Lebensgefahr.

Sein Kollege wurde festgenommen und unverzüglich nach St. Petersburg gebracht. Dort wartet er jetzt auf seinen Prozess, wie die Tageszeitung „Pravda“ berichtet.

Keine News mehr verpassen: Folgt uns jetzt bei Facebook!