Blaulicht Polizei
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Große Aufregung und viele Fragen in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania: Ein elf Monate altes Baby wird von vier Kugeln getroffen und liegt blutüberströmt auf dem Auto-Rücksitz. Die Stiefmutter merkt zunächst nichts und fährt einfach weiter.

Das berichtet der US-Fernsehsender „Fox“. Die Schüsse habe sie noch bemerkt, gab sie später zu Protokoll – mehr aber zunächst nicht.

Laut Polizeiangaben fielen die Schüsse am Sonntagabend um 19.15 Uhr im Hunting Park. Sie trafen das Baby in den Hinterkopf, in die Brust und zweimal ins Gesäß. Die Stiefmutter fuhr noch einige Straßen weiter, ehe sie das Drama hinter ihr bemerkte.

Das lebensgefährlich verletzte Baby wurde zunächst ins Albert-Einstein-Hospital der Millionenstadt gebracht, später zur weiteren Behandlung ins St. Christopher’s Hospital. Die Ärzte kämpfen weiter um das Leben des Babys, dessen Geschlecht nicht bekanntgegeben wurde.

Die Beamten tappen noch im Dunkeln, wer hat auf das Auto geschossen und warum. Ein erster Anhaltspunkt ist eine Schießerei, die kurz zuvor in der Nähe des Hunting Parks stattgefunden haben soll. Dabei wurden drei Männer verletzt. Es ist nicht geklärt, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen besteht.

Festgenommen wurde noch niemand. Inzwischen setzt die Polizei eine Belohnung von 5000 US-Dollar für Informationen aus, die zur Festnahme des Schützen auf das Fahrzeug führen.