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Nach der Massenvergiftung von Menschen mit gepanschtem Alkohol im Süden Russlands ist die Zahl der Todesopfer auf 29 gestiegen. Es seien weitere Menschen im Krankenhaus an den Folgen der am 7. Oktober bekannt gewordenen massenhaften Vergiftung gestorben.

Das teilten die Behörden der betroffenen Regionen Orenburg mit. Orenburg liegt rund 1200 Kilometer südöstlich der russischen Hauptstadt Moskau an der Grenze zu der zentralasiatischen Republik Kasachstan. Die Zahl der Überlebenden liege bei 28, hieß es. Seit Tagen werden immer höhere Opferzahlen gemeldet.

Am Freitag war von 17 Toten die Rede gewesen. Gestorben seien nun weitere Menschen mit besonders schweren Vergiftungserscheinungen und Patienten im Koma, hieß es. Der zuständige Gouverneur, Denis Pasler, kündigte großflächige Kontrollen von Verkaufsstellen in der Umgebung an, um den gepanschten Alkohol aus dem Verkehr zu ziehen. „Bis zum Abschluss der Ergebnisse kann Alkoholkonsum lebensgefährlich sein“, warnte er. Mehr als 1200 Glas- und Plastikflaschen waren bereits beschlagnahmt worden.

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Wodka und anderer Trinkalkohol dürfen in Russland nur mit offiziellen Kennnummern verkauft werden. Trotzdem kommt es immer wieder zu schweren Alkoholvergiftungen besonders in der Provinz, weil dort Getränke bisweilen aus billigem, aber lebensgefährlichem Industriealkohol hergestellt werden.

Wegen des Handels mit dem gepanschtem und nicht zugelassenen Alkohol wurden sechs Verdächtige festgenommen. Sie sollen die Getränke vor allem in der Großstadt Orsk in der Region Orenburg, aber auch in anderen Orten verkauft haben.

Es handelt sich um einen der größten Fälle dieser Wert der vergangenen Jahre. 2016 starben in Irkutsk 76 Menschen, nachdem sie Alkohol, der mit einem Glasreinigungsmittel versetzt war, getrunken hatten.

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Quelle: dpa