Foto: Facebook/Hannah Powell
Foto: Facebook/Hannah Powell

Hannah Powell wollte eigentlich nur während eines gemeinsamen Partyurlaubs mit ihren Freundinnen Spaß haben, ihr Leben hat sich seitdem aber für immer verändert. Aufgrund von gepanschtem Wodka ist die Engländerin nun blind.

Powell machte sich im August 2016 auf die griechische Partyinsel Zante auf. Dabei wurde in einer Bar ein Getränk mit Methanol gepanscht, die Mischung hätte unter Umständen auch zum Tode führen können.

„Anscheinend stecken Mafia-Gangs dahinter und verkaufen es billig an Bars, die ihren Bestand damit dann auffüllen. Sie werden in normale Smirnoff-Flaschen gefüllt – daher gibt es keinen Grund, etwas Komisches zu vermuten“, erklärte Powell der „BBC“ und fügte an: „Als Kunde denkst du also, du trinkst normalen Smirnoff-Wodka, aber das stimmt nicht.“

Durch den Drink versagten die Nieren der 23-Jährigen und sie erblindete. Als sie am kommenden Tag aufwachte, dachte sie, das Licht im Hotelzimmer sei noch aus: „Ich habe vorgeschlagen, dass wir mal die Vorhänge aufmachen und meine Freunde sagten, dass sie das schon gemacht haben. Ich hatte keine Ahnung, was vor sich geht.“

Sofort wurde Powell in ein Krankenhaus gebracht, nach kurzer Zeit wurde sie aufs Festland verlegt. Sie dachte sogar, sie sei gekidnappt worden. Tests im Krankenhaus bestätigten, dass die 23-Jährige eine Methanol-Vergiftung hatte. Ihre Freundinnen, die sich das Getränk ebenfalls holten, hatten Glück im Unglück: Sie mussten sich übergeben und klagten über Magenkrämpfe, hatte aber keine längerfristigen Probleme.

18 Monate lang musste sich die Britin einer Dialyse unterziehen, ehe ihre Mutter ihr eine Niere spenden konnte. Powell hofft nun darauf, dass ein Blindenhund ihr das Leben erleichtert. Für die gepanschten Getränke wurde übrigens bisher niemand zur Rechenschaft gezogen.

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