Georg Bätzing
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Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat in seiner Schlussbilanz der Frühjahrsvollversammlung in Mainz den Synodalen Weg hin zu kirchlichen Reformen bekräftigt.

«Wir wollen nach vorne gehen», sagte der Limburger Bischof am Donnerstag. Der Synodale Weg wurde vor gut einem Monat gemeinsam mit den Laienverbänden im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) mit vier thematischen Foren gestartet, darunter das Verständnis des Priesteramts und die Rolle von Frauen in der Kirche.

«Wir werden nicht in zwei Jahren einen Weg der Öffnung ins Weihe-Amt haben», sagte Bätzing. Dies sei auch den Frauen klar, die sich dafür engagierten. Es gehe aber darum, im Prozess des Synodalen Weges bestehende Spielräume stärker aufzugreifen als bisher. Bätzing war am Dienstag zum Nachfolger des Münchner Kardinals Reinhard Marx zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt worden.

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Mit Blick auf Traditionalisten in den eigenen Reihen sagte Bätzing, der Synodale Weg diene auch der Evangelisierung. Denn so könnten Blockaden weggeräumt werden, die verhinderten, dass das Evangelium bei den Menschen in diesem Land ankomme. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz sprach sich auch dafür aus, in der Ökumene weiter «nach Wegen der sichtbaren Einheit» zu suchen.

Angesichts der Situation an der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland forderte Bätzing die europäischen Staaten auf, «gemeinsame Verantwortung für Schutzsuchende zu übernehmen».

Die Staaten an den europäischen Außengrenzen dürften jetzt nicht allein gelassen werden. Europa dürfe «nicht die Augen vor einer schrecklichen Realität verschließen». Die kirchlichen Hilfswerke wollten künftig verstärkt am Wiederaufbau in Syrien mitwirken.

Quelle: dpa