Ellie Soutter galt als größte Snowboard-Hoffnung Großbritanniens. In der vergangenen Woche verstarb das Talent ausgerechnet an ihrem 18. Geburtstag. Zum ersten Mal seit ihrem tragischen Ableben äußerte sich nun ihr Vater zu dem Tod seiner Tochter.

Tony Soutter, der mit seiner Tochter in Les Gets in den franzöischen Alpen wohnte, wo sie tot in einem Waldstück gefunden wurde, äußerte sich jetzt gegenüber BBC South East.

Seine Tochter hätte bereits eine Vorgeschichte mit psychischen Problemen gehabt. Diese hätten zusammen mit dem Druck, dem junge Leistungssportler ausgesetzt sind, zu ihrem Suizid beigetragen. Bereits zuvor bestätigte ihre Familie, dass Soutter Selbstmord beging.

„Sie wollte die beste sein und niemanden enttäuschen“, sagt Vater Soutter und vermutet folgenden Auslöser: „Alles begann mit einem verpassten Flug, was bedeutete, dass sie nicht mit dem britischen Team trainieren konnte.“ Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte?

„Sie muss sich gefühlt haben, als hätte sie ihr Team vernachlässigt, mich vernachlässigt. Manchmal braucht es nur ein kleines Ding und man wird von der Klippe gestürzt, weil ja auch so viel Druck auf unsere Kinder ausgeübt wird“, so Soutter.

Der trauernde Vater fordert ein ausgeprägteres Bewusstsein für mentale Probleme bei Leistungssportlern. Man müsse jungen Athleten noch mehr helfen, mit dem Leistungsdruck klarzukommen.

Seine Tochter gewann für Großbritannien mit Bronze die einzige Medaille beim Europäischen Olympischen Jugendfestival 2017 im türkischen Erzurum. In dieser Woche sollte sie Großbritannien bei der Junioren-WM in Neuseeland vertreten.

Wenn Sie selbst depressiv sind, Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de).
Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

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