Foto: Tierschutz für Willich e.V.
Foto: Tierschutz für Willich e.V.

Am Sonntag ist in Willich erneut ein verbrannter Igel entdeckt worden. Das Tier überlebte und wird beim Tierschutzverein aufgepäppelt. Die Polizei ermittelt.

Es war Sonntagmittag, als der Anruf bei der Polizeidienstelle einging. Die Beamten fuhren zum Spielplatz an der Kantstraße der 50.000-Einwohner-Stadt, wo Spaziergänger einen Igel mit schweren Brandverletzungen auf dem Rücken gefunden hatten. Der Igel war vom Täter in einen Mülleimer geworfen worden. Er lebte und wurde umgehend dem Tierschutzverein übergeben. „Bis jetzt hat er überlebt, wir hoffen, dass das auch so bleibt“, erklärt Michaela Mihelic, die zweite Vorsitzende des Vereins, dem „Express“.

Über den Täter gibt es bislang nur wenige Erkenntnisse, außer, dass es sich um einen Wiederholungstäter handeln könnte. Der erste bekannte Fall stammt aus dem Jahr 2013. Damals hatte ein Unbekannter 15 Igel angezündet und in Mülleimern entsorgt. 2015 und 2017 folgten weitere Fälle, in diesem Jahr ist es der zweite Fall, der zweite, bei dem das Tier überlebte.

Die Kriminalpolizei bittet dringend um Hinweise auf verdächtige Beobachtungen, möglicherweise in den Abend- und Nachtstunden des vergangenen Wochenendes, rund um den Spielplatz unter der Rufnummer 02162/377-0.