Baby Füße Krankenhaus
Foto: Shutterstock/Jesica Montgomery

Schreckliche Nachrichten aus Kasachstan: Mitarbeiter einer Geburtsklinik sollen ein lebendiges Baby für tot erklärt und dann dem Schicksal überlassen haben.

Wie „Ak Zhaiyk“ berichtet, hatte das am 29. September geborene Kind nach der Entbindung kein Lebenszeichen von sich gegeben und wurde daher sofort für tot erklärt. Doch dass die Ärzte einen Fehler gemacht hatten, sollte sich schon bald herausstellen: Als sich das Baby schon auf dem Weg in den Kühlraum der Leichenhalle befand, registrierte ein Geburtshelfer plötzlich ein Zucken in dessen Bein.

Völlig erschrocken rief dieser daraufhin den Chefarzt Kuanysh Nysanbaev an, doch der reagierte ganz „gelassen“ und befahl, das Neugeborene einfach im Kühlraum liegen zu lassen. Blöd nur, dass sein Handy von der Anti-Korruptions-Abteilung der Einrichtung abgehört wurde, weil er im Verdacht stand, den Direktor der Forensik in der Vergangenheit schon mehrfach bestochen zu haben.

„Nachdem das Baby Lebenszeichen zeigte, entschieden die Ärzte, anhand der bereits ausgefüllten Dokumente zu handeln und es dem Tod zu überlassen, anstatt Sofortmaßnahmen zu ergreifen“, berichtete Shyngys Kabdul, der stellvertretende Vorsitzende der Anti-Korruptions-Abteilung, der kasachischen Nachrichtenseite. „Einer der Gründe für das Handeln der Ärzte war, dass die Dokumente bereits in die Datenbank hochgeladen worden waren und daher nicht mehr angepasst werden konnten.“

Für den Säugling kam jede Hilfe zu spät, er verstarb im Kühlraum. Die beiden Mitarbeiter müssen sich nun vor Gericht wegen des „gemeinsamen Mordes an einer hilflosen Person“ verantworten. „Ich kann nicht kommentieren, was derzeit passiert, weil die Ermittlungen laufen. Aber die nackte Tatsache, dass es eine solche Anklage gegen Ärzte gibt, macht mir Angst. Ich hoffe, dass die Strafverfolgungsbehörden diesen Vorfall sachlich untersuchen“, sagte Manshuk Aimuzieva, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Atyrau.