Blaulicht Polizei
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Bei Schüssen auf einer Hausparty am frühen Sonntag in Chicago sind 13 Menschen verletzt worden, vier davon schwer.

Sie hätten mehrere Schusswunden erlitten und seien im Alter zwischen 16 und 48 Jahren, teilte die Polizei von Chicago mit. Ein 37-Jähriger wurde in der Nähe des Party festgenommen und wegen Waffenmissbrauchs angeklagt.

Anlass der Gewalt war demnach ein Streit auf der Party im Stadtteil South Side, die zum Gedenken an eine im April getötete Person stattfand. „Es sieht so aus, als hätten sie wahllos auf Leute geschossen, die die Party verlassen haben“, sagte der Polizist Fred Waller. Die ersten Schüsse seien um kurz nach Mitternacht im Innern des Hauses gefallen, weitere vor dem Haus und an einem dritten Ort.

In Chicago kommt es zu mehr Gewaltverbrechen als in New York und Los Angeles. Die beiden Städte verzeichneten zusammen in diesem Jahr etwa 1800 Opfer von Schusswechseln, in Chicago gab es laut der „Chicago Tribune“ annähernd 2500.

Anderswo in den USA sorgte am Sonntag ebenfalls ein Fall von Schusswaffengewalt für Entsetzen: Im mehr als 1000 Kilometer von Chicago entfernten Baltimore wurden sieben Männer im Alter zwischen 17 und 27 Jahren niedergeschossen und verletzt. Bei dem Vorfall gegen 2 Uhr nachts sei ihnen unter anderem in Beine, Arme und in den Rücken geschossen worden, teilte die Polizei mit.

Ob eine oder mehrere Verdächtige festgenommen wurden, gab sie nicht bekannt. Laut Offiziellen Stadtdaten gab es in Baltimore dieses Jahr bislang 330 Tötungsdelikte, 2018 waren es 309.

Quelle: dpa