Rechte nicht rechtzeitig erworben? Paramount wird wegen „Top Gun: Maverick“ verklagt

"Top Gun: Maverick" spielte bereits weltweit mehr als 550 Millionen Dollar ein. Nun aber droht der Produktionsgesellschaft Paramount Pictures Ungemach.
Top Gun Maverick
Tom Cruise bei der Premiere zu "Top Gun Maverick". Foto: Alberto Pezzali/AP
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Tom Cruise bei der Premiere zu "Top Gun Maverick". Foto: Alberto Pezzali/AP

Bahnt sich in den USA ein millionenschwerer Rechtsstreit an? Im Kern geht es um einen echten Kinohit!

Die Witwe und der Sohn des Mannes, der 1983 als Autor eines Artikels den Filmerfolg „Top Gun“ inspirierte, haben die Produktionsgesellschaft Paramount Pictures wegen der Fortsetzung „Top Gun: Maverick“ verklagt. In ihrer am Montag vor einem Bundesgericht in Kalifornien eingereichten Anzeige machen Shosh Yonay and Yuval Yonay geltend, die Rechte an der Geschichte von Ehud Yonay seien 2020 auf sie übergegangen.

Paramount, das die Fortsetzung produziert und vertrieben hat, habe die Rechte vor der Veröffentlichung des Films im Mai nicht zurückerworben. Ein Sprecher von Paramount Pictures erklärte, die Vorwürfe seien unbegründet, die Gesellschaft werde sich energisch zur Wehr setzen.

Yonays Artikel über das Trainingsprogramm der Elite-Jagdflugschule der US-Marine und zwei Piloten in dem Kurs erschien im Mai 1983 im Magazin „California“. Kurz danach erwarb Paramount die Rechte daran. „Top Gun“ mit Tom Cruise in der Hauptrolle erschien 1986 und wurde ein Welterfolg.

Die Fortsetzung wurde über Jahre entwickelt und sollte zunächst im Juli 2019 veröffentlicht werden. Der Termin verzögerte sich aber mehrfach, zuletzt wegen der Corona-Pandemie. In den USA kam „Top Gun: Maverick“ dann am 27. Mai in die Kinos und spielte weltweit bereits mehr als 557 Millionen Dollar (520 Millionen Euro) ein.

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dpa