Ben Dolic
Foto: Jörg Carstensen/dpa

Der 22 Jahre alte Ben Dolic wird beim Eurovision Song Contest in Rotterdam für Deutschland antreten.

Dort wird er das Lied „Violent Thing“ singen, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Donnerstag in Hamburg bekanntgab. Der Wahl-Berliner hatte 2018 bei der ProSieben-Musikshow „The Voice of Germany“ den zweiten Platz belegt.

Für den gebürtigen Slowenen ist der Auftritt in den Niederlanden am 16. Mai nicht der erste Auftritt auf der Bühne des internationalen Musikwettbewerbes. Er hatte 2016 bereits beim slowenischen Vorentscheid teilgenommen. Im Alter von 18 Jahren war Dolic mit seiner Familie zunächst in die Schweiz gezogen.

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„Als ich die Nachricht bekommen habe, dass ich mich bei den Jurys durchgesetzt habe, war ich völlig überwältigt. Für mich wird mit der Teilnahme am Eurovision Song Contest für Deutschland ein Traum wahr“, sagt Dolic, der ergänzt: „Hier hatte ich meinen Durchbruch als professioneller Sänger. Ich finde, wir haben für den ESC einen perfekten Song und ich werde alles für Deutschland geben.“

Hier könnt ihr euch den Song „Violent Thing“ von Ben Dolic anhören:

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Auch Thomas Schreiber, ARD-Koordinator im Bereich Unterhaltung, äußerte sich zur Auswahl: „Ben Dolic ist ein Ausnahmetalent. Mit seiner glasklaren und gefühlvollen Stimme hat er völlig zurecht die beiden unabhängigen ESC-Jurys in Deutschland überzeugt.“

Schreiber weiter: „Ben arbeitet seit Jahren hart an sich und hat einen hohen künstlerischen Anspruch. Das hat uns sofort begeistert. Wir freuen uns sehr, dass er nun für Deutschland antritt, und ich bin mir sicher, dass er schnell die deutschen und auch die europäischen Fans für sich gewinnen wird.“

Der Song „Violent Thing“, mit dem Ben Dolic in Rotterdam antritt, wurde vom österreichisch-bulgarischen Produzenten und Songwriter Boris Milanov und seinem Team geschrieben.

Eurovision Song Contest: Teilnehmer, Termin, TV, Vorentscheid – die ESC-Infos

Dolic war bereits im Dezember aus 607 Künstlerinnen und Künstlern für das ESC-Finale ausgewählt worden. Zuvor waren monatelang verschiedenste Lieder mit verschiedensten Künstlern kombiniert worden. Zwei Jurys aus Musikexperten und ESC-Fans hatten daraus ihre Favoriten ausgewählt. Der federführende NDR hatte sich in diesem Jahr gegen einen öffentlichen Vorentscheid durch die Fernsehzuschauer entschieden.

Der deutsche Beitrag für den ESC sollte am Donnerstagabend von Barbara Schöneberger in der Sendung „Unser Lied für Rotterdam“ auf dem Sender One vorgestellt werden. Die 45-minütige Sendung war wenige Stunden zuvor in einem Hamburger Clubkino, der Astor Filmlounge in der Hafen-City, aufgezeichnet worden.

In den vergangenen fünf Jahren waren die deutschen Künstler – mit Ausnahme von Michael Schulte (2018/4. Platz) – allerdings wenig erfolgreich und landeten zumeist auf den hinteren Rängen. Der letzte große Erfolg liegt mit Lena Meyer-Landruts „Satellite“ bereits zehn Jahre zurück.

Quelle: mit Agenturmaterial von dpa