Foto: TV NOW
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Das Dschungelcamp biegt auf die Zielgerade ab – und die Töpperwien-Yotta-Fehde nimmt wieder Fahrt auf! Am elften Tag gab es mal wieder die ganz großen Emotionen bei Bastian: Der Muskelmann tankte in der Prüfung neues Selbstbewusstsein und zeigte sich zudem einmal mehr von seiner verletzlichen Seite. Der Currywurst-Mann konnte damit wie gewohnt überhaupt nichts anfangen und beleidigte Yotta, wo er nur konnte. Am Ende kam es sogar zur Aussprache!

Highlight des Tages

Bastian Yotta im Wechselbad der Gefühle! Nach der erfolgreichen Prüfung (siehe „Dschungelprüfung des Tages“) präsentiert sich der Muskelprotz voller Stolz und Angriffslaune: „Neun von neun. 100 Prozent. Bäääm! Die Maschine is back!“ Doch nach seinem Gefühlsausbruch zu Beginn der Staffel präsentierte sich der selbsternannte Auswanderer auch an Tag elf noch einmal von seiner verletzlichen Seite.

Bei der Nachtwache mit Felix gibt er tiefe Einblicke in sein Seelenleben und spricht über sein Verhältnis zu seinem Vater: „Ich habe immer wieder probiert da Kontakt zu haben, aber es funktioniert nicht.“ Als er aus der Firma seines Vaters ausstieg, sei dieser völlig durchgedreht. Trauriger Höhepunkt seiner Erzählung am Lagerfeuer: „Ich bin als Kind jeden Tag verprügelt worden. Mit einem Stock – jeden Tag! Da habe ich heute noch Narben! Ich bin durch viel Scheiße durch in meinem Leben!“

Im Dschungeltelefon wird Bastian endgültig von seinem Gefühlen übermannt: „Ich bin ein schlechter Mensch. Das ist das Gefühl, das er mir mein Leben lang gegeben hat. Dass ich nicht genug bin. Alles, was ich mein Leben lang wollte ist, geliebt zu werden, so wie ich bin“, berichtet er noch relativ gefasst, bevor er völlig zusammenbricht und bitterlich weint. Er liebe seinen Vater trotz alledem immer noch. „Das soll er wissen.“

„Das ist generell keine schöne Geschichte“, trifft es Sonja Zietlow auf den Punkt. Doch zieht Yotta hier erneut nur eine Show ab oder steckt hinter dem Muskelprotz wohl doch ein sensibler, gefühlvoller Mann? Bastian Yotta ist das Mysterium dieser Staffel!

Aufreger des Tages

Und täglich grüßt das Lästertier. Chris Töpperwien lässt im Dschungel keine Gelegenheit aus, über seinen Intimfeind Bastian Yotta herzuziehen. Gegenüber Doreen legt er am Teich noch einmal nach: „Ich habe keinen Bock auf einen Showhasen hier – und das ist er nämlich! Ich kennen ihn besser als alle hier.“ Yotta hätte keine Autos mehr und auch seine Wohnung wäre mittlerweile fast leer, plaudert er weiter: „Ich sage dir jetzt mal was: Wenn man 10, 20 Millionen schwer ist, gehst du doch nicht ins Dschungelcamp.“

Und im Dschungeltelefon legt er ein wahres Beleidigungs-Feuerwerk hin: „Ich hab keinen Bock auf dieses Arschloch. Ich will, dass dieses Arschloch endlich das Camp verlässt.“ Seine Umschreibung für die Töpperwien-Yotta-Situation im Camp: „Das ist wie ein Stück Scheiße, das vor einem auf dem Teller liegt und das man ständig angucken muss.“ Dass Yotta und co. bei der Dschungelprüfung (siehe unten) ordentlich absahnen, schmeckt ihm freilich gar nicht, was er mit einem verweigerten Handschlag verdeutlicht. Auch für die erfolgreichen Leila und Sandra freut Chris sich nicht mit.

Nicht, dass wir etwas gegen die Spannungen zwischen Chris und Bastian hätten – wie der Currywurst-Mann aber einer Konfrontation mit Yotta immer wieder aus dem Weg geht und stattdessen hintenrum ablästert, kommt schon etwas feige daher. Nach seiner neuerlichen Läster-Attacke fragt ihn Doreen: „Hast du ihm deine Meinung mal so richtig ins Gesicht gesagt?“ Chris windet sich raus: „Ich habe ihm das über Instagram mitgeteilt, das reicht!“ Schade. Das befand wohl auch das Produktions-Team und schickte die beiden gemeinsam mit Evelyn auf Schatzsuche.

Die Spannungen zwischen beiden sind förmlich zu greifen. „Jetzt denkt ihr, ihr kriegt mich an den Eiern“, pflaumt er die Macher im Dschungeltelefon an. Es folgen die nächsten Beleidigungen: „Idiot, Kackvogel, Betrüger.“ Yotta im Camp: „Ich werd ihm seine fucking Maske runterziehen.“ Chris überlegt, die Schatzsuche nicht anzutreten, sagt dann aber zu Bastian: „Wir machen das hier für die Show, aber brauchen privat nicht zu quatschen.“

Vor der Kamera lassen beide noch einmal die Chronologie ihrer Auseinandersetzung vor dem Dschungelcamp Revue passieren. Danach begeben sie sich mit Evelyn in eine dunkle Höhle. Sieht es zunächst gar nicht nach einem Friedensschluss aus, kommt es dann tatsächlich zu so etwas wie einer Aussprache. Bastian setzt zur Entschuldigung an: seine damaligen Aussagen bei Instagram, bei denen er Chris dazu riet, seinen Hund zu ficken und behauptete, er sei schwul, seien unter der Gürtellinie gewesen. Dafür wolle er sich entschuldigen. Chris nimmt die Entschuldigung an, „auch wenn ich es dir nicht verzeihe.“ Wow!

Nach einem Kakerlaken-Regen werden die drei wieder aus der Höhle entlassen und nach erfolgreich absolvierter Schatzsuche vor die Wahl gestellt: Entweder darf sich jeder sofort einen süßen Softdrink gönnen oder alle Camper bekommen Tee zum Frühstück. Selbstlos entscheiden sie sich für „Tee für alle“. Was so ein nächtliche Mini-Versöhnung doch alles bewirken kann…

Sprüche des Tages:

„Ich kann die Fresse nicht mehr sehen. Spackolacko!“ (Chris ist immer noch nicht so gut auf Bastian zu sprechen.)

„Doreens Lippen sind irgendwie verhunzt. Keine Ahnung, was da schiefgelaufen ist.“ (Gisele macht sich über das Äußere ihrer Mitcamperin lustig.)

„Lippen soll man küssen, aber möglichst nicht tunen.“ (Peter hält nichts von Schönheitseingriffen.)

„Ich hoffe nur, es kommen mindestens 24 Ranger mit.“ (Evelyn hat bei der Schatzsuche Angst vor einer Dschungel-Prügelei.)

Dschungelprüfung des Tages:

Trotz der erfolgreichen Gruppenprüfung an Tag zehn ist der Hunger im Camp groß. Sandra, Leila und Bastian sollen Abhilfe schaffen und gehen gemeinsam in die „Sterneküche“. Die beiden Damen begrüßen die Moderatoren mit einem „Yippie“, während Bastian etwas bedröppelt dreinschaut, als er sieht, worum es geht. Yotta: „Ich mache tausendmal lieber Sport. Essen ist meine Schwäche.“ Daniel Hartwich: „Meine auch, aber ich glaube, du hast es anders gemeint. Ihr müsst heute Gerichte selber zubereiten und danach essen.“

Und so „kochen“ und essen sich die drei durch insgesamt vier Gänge. Sandra verspeist zuerst den „Friede, Freude, Reierkuchen“, der unter anderem aus Schweine-Anus und fermentierten Enteneiern besteht. Entschlossen beißt sie zu und verspeist tapfer den „Reierkuchen“. Hartwich: „Wie hat das Arschloch geschmeckt?“ Sandra: „Schmutzig.“ Ergebnis: Zwei Sterne.

Beim „Toast Auwei“ ist Bastian gefragt. Für den Muskelmann ist „Dreikorn-Brot“ aus Mehlwürmern, Kakerlaken und Grillen vorgesehen. Damit das Ganze nicht zu trocken ist, gibt es noch ein wenig Insektenbutter dazu. Der selbsternannte Millionär beißt rein und kaut und kaut. Sonja Zietlow: „Wie kann ich mir den Geschmack vorstellen?“ Bastian: „Die scheiß Mehlwürmer sind zäh wie sau.“ Bastian zieht es durch, kaut immer weiter und schluckt alles heldenhaft runter. Auch hier gibt es zwei Sterne.

Fehlt noch Leila, die den dritten Gang zubereiten und verspeisen darf. Die Sex-Expertin muss einen „Grusel-Gratin“ bestehend aus Mäuseschwanz, Schweine-Uterus und Entenzunge essen. Als Topping gibt es blutreiche Emuleber samt Mehlwürmern: Lecker! Doch auch Leila zieht durch und heimst zwei Sterne ein.

Beim vierten Gang müssen alle drei Kandidaten ran. „Spei-Pirinha“ steht auf der Speisekarte oder wie Sonja Zietlow es nennt: „Ein richtig herrlicher Absacker.“ Kakerlaken, Grillen, Mehlwürmer, fermentierter Fisch, Kamelhirn und Schweinepenis werden durch den Mixer gejagt und anschließend auf drei Gläser verteilt. Erneut zeigen sich die Kandidaten tapfer und schlucken alles weg.

Das grandiose Ergebnis: neun von neun möglichen Sternen. Zum ersten Mal in dieser Staffel die volle Ausbeute!

Heldin des Tages:

Sandra Kiriasis. Die Olympiasiegerin opfert sich für die Gruppe auf und lässt sich gerne in die Prüfung wählen, um den gestrigen Tag, als sie als einziger Camper keinen Stern einheimste, wiedergutzumachen. Bei der heutigen Prüfung schluckte sie auch das ekelhafteste Getier und ließ sogar mit dem ein oder anderen flotten Spruch aufhorchen („Ihr hättet das Arschloch ja auch mal rasieren können“). Mit so viel Einsatz und Witz sammelt man Sympathiepunkte im Camp und beim Publikum. Ob die anfangs so blasse Sandra doch eine Chance auf die Dschungelkrone hat? Wir sind gespannt!

Idiot des Tages:

Felix van Deventer ist in der 13. Staffel so etwas wie Everybody’s Darling. So richtig integer kommt er an Tag elf allerdings nicht daher. Kumpelte er in den letzten Tagen immer mehr mit Chris an, scheint er nun in Bastian seinen neuen besten Dschungel-Buddy gefunden zu haben. Nach ihrem Lagerfeuer-Plausch gerät er beim Gedanken an Bastian regelrecht ins Schwärmen und lobt ihn in höchsten Tönen. So weit, so löblich.

Danach lässt er allerdings kein gutes Haar am Currywurst-Mann: „Nur eins muss ich ehrlich sagen, bei dir merke ich gerade diese Realness. Bei Chris ist es manchmal… da switcht der so um. Ich frag‘ mich, warum?“ Für Bastian ist diese Aussage natürlich ein gesundes Fressen: Chris habe eine Maske auf, die nun allmählich fällt.

Wir fragen uns: Hat Felix auch die Eier, jemandem seine Kritik ins Gesicht zu sagen?

Wer muss das Dschungelcamp verlassen?

Doreen und Gisele zittern und bekommen das „vielleicht“. Am Ende ist es Gisele, die den Gang aus dem Dschungel antreten muss. Doreen darf bleiben!