Foto: dpa/Alessandro Trovati
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Skistar Lindsey Vonn hat in einem Interview ein mögliches sofortiges Karriereende angekündigt. Bei ihrem Comeback in Cortina d’Ampezzo gelang der US-Amerikanerin kein Top-Ergebnis.

„Ich wollte nicht aufhören, aber ich kann nicht weiterfahren. Die Schmerzen in meinem Knie sind zu viel und ich weiß nicht, was ich noch machen soll dagegen“, zitierte der ORF die erfolgreichste Frau der alpinen Weltcup-Geschichte am Sonntag auf seiner Homepage.

Auf die Frage, ob der Super-G in Cortina d’Ampezzo vielleicht ihr letztes Rennen im Weltcup gewesen sein könnte, antwortete Vonn demnach unter Tränen: „Ich glaube schon. Ich muss noch darüber nachdenken, aber es kann sein. Ich muss überlegen.“

Vonn war beim elften Saisonsieg ihrer Teamkollegin Mikaela Shiffrin ausgeschieden und erneut daran gescheitert bei ihrem Comeback ein Topergebnis einzufahren. Schon bei den Abfahrten am Freitag und Samstag war das in Italien mit den Plätzen 15 und neun nicht gelungen.

Danach war Vonn zwar unzufrieden, aber zumindest nach außen hin zuversichtlich: „Ich habe noch viele Möglichkeiten. Nicht sooo viele, aber doch genug“, hatte sie am Samstag zu ihrer Rekord-Jagd gesagt. Die war nach einer neuerlichen Knieverletzung aus dem Training im Herbst gebremst worden. Den Saisonstart verpasste sie.

Die 34 Jahre alte Amerikanerin hat 82 Weltcup-Siege. Sie wollte ursprünglich diese Saison zu Ende fahren und sogar noch bei den Wettkämpfen in Lake Louise im kommenden Winter antreten – alles, um den Rekord des Schweden Ingemar Stenmark von 86 Siegen zu knacken und möglichst auch noch zu überbieten.

Mit der Ankündigung nun vielleicht doch schon sofort die Karriere zu beenden zog Vonn in den Dolomiten wie so oft in ihrer Laufbahn mit insgesamt 137 Podestplätzen im Weltcup, zwei WM-Titeln, einem Olympiasieg in der Abfahrt und insgesamt drei Olympia-Medaillen alle Aufmerksamkeit auf sich. Die beeindruckende Fahrt von Shiffrin, der neunte Platz von Viktoria Rebensburg – zwei Wochen vor der Ski-WM in Schweden alles Nebensache.

Auch bei TV-Sender RSI Sport aus der Schweiz sprach Vonn über ihre Zukunft:

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von RSI Sport (@rsisport) am Jan 20, 2019 um 5:52 PST

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(dpa)