Nach ÖPNV-Streik in NRW: Jetzt zieht Verdi in die dritte Verhandlungsrunde

Nach mehreren Warnstreiks in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in Nordrhein-Westfalen, die den Nahverkehr mehrfach lahmlegten, setzen sich die Verhandlungspartner wieder an einen Tisch.
Warnstreik bei der Rheinbahn in Düsseldorf
Sichtbar gute Laune bei den Streik-Mitgliedern in Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini/dpa
Warnstreik bei der Rheinbahn in Düsseldorf
Sichtbar gute Laune bei den Streik-Mitgliedern in Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini/dpa

Die Tarifverhandlungen über die Arbeitsbedingungen der rund 30.000 Beschäftigten in den kommunalen Nahverkehrsbetrieben werden am Montag (11. März) in Dortmund fortgesetzt. Das teilte Verdi am Montag mit. In den vergangenen Wochen hatten mehrere Warnstreikaufrufe der Gewerkschaft Verdi den öffentlichen Nahverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland jeweils für einen oder zwei Tage weitgehend lahmgelegt.

Die Positionen der Verhandlungspartner liegen bisher weit auseinander. Die Gewerkschaft Verdi NRW fordert zusätzliche freie Tage, um das Personal zu entlasten und die Berufe attraktiver zu gestalten. Der Arbeitgeberverband KAV NRW verweist hingegen auf einen engen Finanzspielraum und eine bereits vor längerer Zeit vereinbarte deutliche Gehaltserhöhung zum 1. März 2024.

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Verdi-Streik in NRW: Dritte Verhandlungsrunde startet in Dortmund

Für die dritte Verhandlungsrunde über den sogenannten Manteltarifvertrag sind in Dortmund von Montag bis Dienstag bereits zwei Tage vorgesehen. Der Arbeitgeberverband KAV NRW bekräftigt sein Ziel, bei diesem Treffen im Rahmen eines Gesamtpakets zu einem Abschluss zu kommen. Verdi NRW hingegen fordert ein Angebot von der Arbeitgeberseite.

In den vergangenen Wochen und Tagen rief die Gewerkschaft zu zwei eintägigen Warnstreiks Anfang und Mitte Februar sowie zu zwei zweitägigen Warnstreiks Ende Februar/Anfang März und am vergangenen Dienstag und Mittwoch auf. Rund 30 kommunale Nahverkehrsbetriebe, darunter nahezu alle großen in NRW, waren betroffen. Straßenbahnen und U-Bahnen blieben in den Depots, und vielerorts waren nur wenige Linienbusse im Einsatz.

Verdi NRW betont, dass aufgrund des Personalmangels tagtäglich Busse und Bahnen ausfallen. Zudem sei der Krankenstand hoch. Der Arbeitgeberverband KAV NRW argumentiert, dass zusätzliche freie Tage bei dem vorhandenen Fahrermangel dazu führen würden, dass die verbleibenden Fahrer noch stärker belastet würden.

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mit dpa