Homophober Chauffeur

Lesben knutschen im Taxi - Fahrer schmeißt sie raus

Homophober Chauffeur: Lesben knutschen im Taxi - Fahrer schmeißt sie raus Homophober Chauffeur: Lesben knutschen im Taxi - Fahrer schmeißt sie raus Foto: dpa
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Ein Vorfall in New York erhitzt die Gemüter: Ein Taxifahrer hat ein lesbisches Pärchen aus dem Auto geworfen – weil sie sich küssten. Dem Fahrer der Taxi-App Uber wird nun Homophobie vorgeworfen. Sogar der Uber-CEO schaltete sich in die Diskussion ein und sah sich zu einer Entschuldigung gezwungen.

Das berichtet CNN. Alex Iovine, 26 Jahre und die 24-jährige Emma Pichl leben gemeinsam in Manhattan und sind seit zwei Jahren ein Paar. Nach einem Geburtstag waren beide auf dem Rückweg zu ihrer Wohnung und nutzten dafür die Taxi-App Uber. Gegenüber CNN sagte Iovine: "Wir saßen beide auf der Rückbank. Der mittlere Sitz war unbesetzt. Wir hatten während der Fahrt eine Unterhaltung und irgendwann haben wir uns zum mittleren Sitz gelehnt und geküsst. Mehr war nicht."

Der Taxifahrer zeigte sich damit jedoch gar nicht einverstanden und schmiss die Ladies kurzerhand aus seinem Wagen. In den Uber-Richtlinien heißt es, dass sexuelle Handlungen während der Fahrt verboten seien. Aber Iovine und Pichl beharren darauf, dass sie sich nur einmal kurz küssten.

Dennoch habe der Fahrer angehalten und sei aus dem Wagen gestiegen, um die Hintertür zu öffnen und die Damen aufzufordern, zu verschwinden. Als das homosexuelle Paar ungläubig nachfragte, ob es illegal sei, sich zu küssen, entgegnete der Fahrer: "Ja es ist illegal. Sowas macht man in meinem Auto nicht. Es ist respektlos." Iovine postete auf Facebook ein Video vom Streitgespräch mit dem Fahrer.

Die New York City Kommission für Taxis und Limousinen (TLC), die für die Lizenzvergabe an Fahrer zuständig ist, identifizierte den Fahrer als Ahmad El Boutari, der bis dato überwiegend positive Referenzen auf Uber vorweisen konnte. Solange der Vorfall untersucht wird, hat die Kommission ihm die Fahrerlizenz entzogen. El Boutari muss sich nun Vorwürfe gefallen lassen, er habe etwas gegen homosexuelle Paare.

Gegenüber New York Daily News sagte der Chauffeur: "Es ist mein eigenes Auto. Ich fühlte mich unwohl. Ich hatte sie zuvor schon aufgefordert, sich nicht zu küssen."

In New York wurde der Vorfall mittlerweile zu einem echten Politikum. TLC-Pressesprecher Allan Fromberg gab an, dass ein solch intolerantes, diskrimierendes Verhalten in New York nicht geduldet werde. Auch eine Uber-Sprecherin sagte gegenüber CNN, dass das Unternehmen dem Fahrer den Zugang zur App entzogen haben.

Sogar Uber-CEO Dara Khosrowshahi äußerte sich zum Vorfall. Fahrer wie der im Video zu sehende "gehören nicht zu Uber." "Wir leben in einer offenen Gesellschaft und Uber ist eine Plattform, die für jeden zugänglich ist – unabhängig von seiner Herkunft oder sexuellen Orientierung. Es ist ein unglücklicher Vorfall und wir tun alles dafür, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt."

Das Paar sagte, der Vorfall habe sie angestachelt, noch mehr für eine offene Gesellschaft einzustehen. 

 

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