Kölner Karneval: Körperverletzung und Co. – 110 Anzeigen am 11.11.

Auch unter Corona-Bedingungen und "Abstandsempfehlungen" kam es in der Karnevalshochburg Köln am 11.11. zu diversen Ausschreitungen.
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

In Köln hat es zu Beginn der Karnevalssession rund 110 Strafanzeigen gegeben. „Wir hatten alles dabei – Körperverletzung, Taschendiebstähle, Sachbeschädigung, Widerstand“, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Vereinzelt sei es auch um „Sexualdelikte im niedrigschwelligen Bereich“ gegangen.

32 Personen wurden nach vorläufiger Bilanz in Polizeigewahrsam genommen – überwiegend habe es sich um Betrunkene gehandelt. Drei Personen habe man vorläufig festgenommen, berichtete der Sprecher. Die Zahlen seien im Vergleich zu anderen Jahren nicht auffällig. Die Polizei war mit rund 1000 Kräften im Einsatz.

In den Partyzonen in der Kölner Altstadt und in der Zülpicher Straße galt wegen der Corona-Pandemie 2G: Nur Geimpfte und Genesene hatten Zutritt. Am späteren Donnerstagabend habe sich mit Ende des Bühnenprogramms der Schwerpunkt lokal dann etwas verlagert. „Es war eine insgesamt ruhige Nacht“, betonte der Polizeisprecher.

Karneval im Rheinland: Keine Eskalation in Düsseldorf und Bonn

In den anderen Karnevalshochburgen in Nordrhein-Westfalen verlief der Auftakt der Saison nach ersten Erkenntnissen ohne größere Zwischenfälle. In Düsseldorf und Bonn meldete die Polizei am frühen Morgen keine besonderen Vorkommnisse.

Im niederrheinischen Kaarst war das Hoppeditzerwachen dagegen wegen steigender Inzidenzzahlen in der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt worden. „Trotz 2G gibt es beim Schunkeln und Singen keine Garantien“, teilte Bürgermeisterin Ursula Baum (FDP) am Donnerstag mit. Auch Geimpfte oder Genesene könnten sich infizieren.

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dpa