Kindesmissbrauch in 110 Fällen: Pädo-Priester legt trotzdem Revision ein

Ein katholischer Priester soll zwischen 1993 und 2018 immer wieder junge Mädchen sexuell missbraucht haben. Er wurde zu 12 Jahren Haft verurteilt. Nun legt er Revision ein.
Priester mit Kind
Ein kleines Mädchen sitzt auf dem Bett. Vor ihr steht ein Priester. Foto:
Ein kleines Mädchen sitzt auf dem Bett. Vor ihr steht ein Priester. Foto:

Der katholische Priester, der am Freitag vom Landgericht Köln zu zwölf Jahren Haft wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden ist, hat gegen das Urteil Revision eingelegt. Das sagte am Mittwoch ein Gerichtssprecher. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatte berichtet. Der Verteidiger des Priesters hatte in seinem Plädoyer eine Haftstrafe von maximal acht Jahren gefordert.

Das Gericht sprach den 70-Jährigen schuldig, von 1993 bis 2018 neun Mädchen in Gummersbach, Wuppertal und Zülpich teils schwer sexuell missbraucht zu haben. Alle leiden nach Angaben des Gerichts unter „katastrophalen Folgen“ wie Depressionen, Angstpsychosen, Magersucht, wiederkehrenden Alpträumen und Schuldgefühlen.

Insgesamt wurde der Pfarrer in 110 Fällen für schuldig befunden. Das jüngste Opfer war ein neun Jahre altes Mädchen.

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dpa