Beleuchtung am Kölner Dom bleibt nachts aus – dieser ernste Grund steckt dahinter

Seit der Nacht zu Dienstag wird der Kölner Dom nachts nicht mehr beleuchtet. Hier erfahrt ihr, welchen ernsten Hintergrund das hat.
Kölner Dom Beleuchtung aus
Der Kölner Dom ohne Beleuchtung bei Nacht. Foto: Marius Becker/dpa
Kölner Dom Beleuchtung aus
Der Kölner Dom ohne Beleuchtung bei Nacht. Foto: Marius Becker/dpa

Eigentlich ist der Kölner Dom bei Nacht schon von Weitem zu sehen. Doch seit der Nacht zu Dienstag ist das nicht mehr der Fall: Die Stadt hat entschieden, in Zeiten des Kriegs in der Ukraine Strom zu sparen.

Warum ist die Beleuchtung am Kölner Dom aus?

Die Beleuchtung repräsentativer Bauwerke in der Stadt soll deshalb schon um 23.00 Uhr, ab Herbst um 22.00 Uhr ausgeschaltet werden. Selbst der Dom als Wahrzeichen der Stadt Köln bleibt von dieser Regelung nicht verschont – und fortan nachts dunkel. Normalerweise wird der berühmte gotische Bau die ganze Nacht lang angestrahlt.

Hintergrund der Maßnahme sind laut Stadt die Energiepreise, die angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine und der folgenden Sanktionen gegen Russland stark gestiegen sind, sowie die Abhängigkeit von Erdgas- und Erdöl-Importen aus Russland.

Doch der dunkle Dom ist nicht die einzige Energiesparmaßnahmen, die die Stadt auf den Weg gebracht hat. Neben dem Verzicht auf die nächtliche Beleuchtung soll etwa die Straßenbeleuchtung später ein- und früher ausgeschaltet und ab 23 Uhr auf 50 Prozent heruntergedimmt werden. In städtischen Büros soll die Raumklimatisierung auf ein „betriebsnotwendiges Minimum“ reduziert werden. Wenn es kälter wird, soll nur noch auf maximal 19 Grad geheizt werden. Laut Stadt kann es jedoch einige Tage dauern, bis die Maßnahmen umgesetzt werden.

Außerdem sollen Bürger zum Energiesparen animiert werden. „Jede und jeder soll einen Beitrag leisten, um Energie zu sparen und damit einer möglichen Notlage im Herbst und Winter vorbeugen“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

dpa