Planungen laufen auf Hochtouren: So soll der Heinrich-Heine-Platz in Zukunft aussehen

Die Stadt Düsseldorf will den Heinrich-Heine-Platz komplett umgestalten. Die Planungen dazu laufen auf Hochtouren – Bilder gibt es auch schon.
Heinrich-Heine-Platz Düsseldorf
So soll der Heinrich-Heine-Platz in Düsseldorf in Zukunft aussehen. Bild: Landeshauptstadt Düsseldorf, Amt für Verkehrsmanagement

Er liegt im Herzen der Stadt – und doch ist er nicht mehr wirklich vorzeigbar. Aus diesem Grund will die Stadt Düsseldorf den Heinrich-Heine-Platz umgestalten. Ziel ist es, einen besonderen Eingang in die Altstadt zu schaffen, die an Attraktivität und Zukunftsfähigkeit gewinnen soll.

„Der Heinrich-Heine-Platz ist für die Landeshauptstadt Düsseldorf von großer Bedeutung. Er liegt am historischen Prachtboulevard und der heutigen Hauptverkehrsstraße Heinrich-Heine-Allee. Mit seiner Lage zwischen Königsallee und Altstadt ist der Platz ein zentraler Ankunftsort für Menschen, die die Altstadt besuchen. Die fußläufige Verbindung von den östlich gelegenen Einkaufsstraßen zum Rhein führt über den Platz, und bereits heute dient er als Treffpunkt und Aufenthaltsort“, erläutert die Dezernentin für Planen, Bauen, Wohnen und Grundstückswesen, Cornelia Zuschke.

Aus diesem Grund wurde von Juli bis August eine öffentliche Beteiligung durchgeführt. Ergebnis: 66 Prozent der 2905 Teilnehmer bewerteten die Neugestaltung des Heinrich-Heine-Platzes als positiv. Und nun liegt eine konkrete Planung vor, die sich in zwei Kernziele aufteilen lässt: die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und eine optimierte Verkehrsführung.

Düsseldorf: Heinrich-Heine-Platz soll „grüne Oase“ werden

Die Aufenthaltsqualität soll unter anderem durch eine großflächige Begrünung gesteigert werden und den Heinrich-Heine-Platz zu einer „grünen Oase“ im Stadtzentrum werden lassen, in die man sich auch zurückziehen kann. Dazu sollen westlich des Carsch-Hauses, in der Hunsrückenstraße, in eine großzügige Sitzlounge Bücherkisten integriert werden, in welche in digitalen Büchern geschmökert werden kann. Neben zwölf Bäumen sollen auch Hochbeete gepflanzt werden, die die neuen Aufenthaltsflächen von der Straße abgrenzen.

Apropos Carsch-Haus: Der Pavillon in der Mitte des Platzes hat als Eingang ausgedient. An seiner Stelle soll ein Lichthof entstehen, der in die untere Etage des Kaufhauses führt.

Heinrich-Heine-Platz: Mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer

Doch nicht nur ein optimierter Aufenthalt steht im Fokus, sondern auch die Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmenden. „Dabei spielen eine gute Anbindung und Barrierefreiheit eine mindestens genauso große Rolle, wie die Verbesserung der Bedingungen für Fuß- und Radverkehr vor Ort“, erklärt Florian Reeh, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement. Dei Fußgängerströme Richtung Kö erhalten daher mehr Raum beim Überqueren der Straße, zudem führt in Zukunft ein Fahrradweg über den Rand des Platzes.

Auch im ÖPNV-Bereich soll sich einiges tun: Der U-Bahn-Abgang Richtung Flinger Straße auf dem Heinrich-Heine-Platz soll an das vorhandene Leitliniennetz der Altstadt angeschlossen werden, zudem ist eine Bushaltstelle vor dem Rheinbahnkundencenter geplant. Die Bushaltestellen der Benrather Straße beziehungsweise der Kasernenstraße wurden zunächst in der Breite Straße positioniert, eine Verschiebung wird aber noch geprüft.

Autos werden künftig auf die Breite Straße geführt, bis Höhe Benrather Straße wird die Einbahnstraße aufgehoben. Auf der Kasernenstraße sollen Autos nur noch in Ausnahmefällen fahren dürfen.

Neuer Heinrich-Heine-Platz: Fertigstellung 2024 geplant

Insgesamt soll die Verbindung zwischen Kö und Altstadt von 1200 auf 2500 Quadrameter Fläche vergrößert werden. Aber bis die ersten Arbeiten ausgeführt werden, wird es wohl noch etwas dauern: Voraussichtlich 2023 soll mit dem Bau der Straße begonnen werden. Für die Bauzeit wird eine Dauer von etwa zwölf Monaten angenommen. 2024 könnte der Heinrich-Heine-Platz also in komplett neuem Glanz erstrahlen.