Düsseldorfer Schulen und Ämter bleiben länger kalt: Stadt reagiert auf Gasmangel

20 Prozent sollen in den Bereichen Erdgas, Fernwärme und Strom eingespart werden. Die Stadt Düsseldorf hat nun vorgestellt, was das konkret bedeutet.
Düsseldorf Rathaus
Das Düsseldorfer Rathaus. Foto: Shutterstock/telesniuk
Düsseldorf Rathaus
Das Düsseldorfer Rathaus. Foto: Shutterstock/telesniuk

Damit es im Winter nicht zu Energieengpässen in Folge des Ukraine-Kriegs kommt, sorgt Düsseldorf vor: Mit Hilfe von deutlich verkürzten Heiz-Zeiträumen soll das bereits beim Deutschen Städtetag beschlossene Ziel von Einsparungen in Höhe von 20 Prozent im Energiesektor besonders stark unterstützt werden.

Das heißt konkret: Die Heizungen in Ämtern, Schulen und Turnhallen, aber auch in Kitas und Bädern werden stark heruntergefahren. Statt im Oktober soll die Heizperiode nun erst am 1. November starten und dann bis zum 30. April laufen. Zudem werde tagsüber weniger geheizt, beschlossen wurde ein Zeitrahmen von 8 bis 16 Uhr. Was das genau für die Temperaturen innerhalb der Gebäude bedeutet, steht noch nicht fest. Hier wartet die Stadt Düsseldorf noch auf präzise Vorgaben aus Berlin.

Insgesamt werden in Düsseldorf rund drei Viertel der städtischen Gebäude mit Gas beheizt. Der vorgestellte Sparplan würde demnach bereits einen Großteil der Energieeinsparungen abdecken. Oder präziser: Jedes Grad weniger spart fünf bis sechs Prozent Energie.

Energiesparplan in Düsseldorf: Auch am Licht könnte gespart werden

Abseits vom Gas steht auch die Beleuchtung in Düsseldorf immer weiter im Fokus der Sparpläne. Dennoch warnt die Stadt vor blindem Aktionismus: Einige Städte, darunter Gladbach und Rheydt, haben bereits klargestellt, dass es dieses Jahr keine große Weihnachtsbeleuchtung geben wird. Damit geraten weitere Städte in Zugzwang.

Gegenüber der „Rheinischen Post“ gibt Krisenstabsleiter Christian Zaum zu: „Wir wollen keinen Überbietungswettbewerb zwischen den Städten, sondern eine regionale Abstimmung erreichen.“ Eine Verringerung der Beleuchtung im Rathaus stehe aktuell außer Frage. Die Abschaltung der Beleuchtung an der Emmericher Rheinbrücke wird diskutiert, auch hier sprechen Kritiker von blindem Aktionismus.

In den kommenden Wochen sind die Stadttöchter wie die Rheinbahn und die Messe Düsseldorf dazu aufgerufen, ihre Energiesparpläne vorzulegen. Anfang September will der Krisenstab dann erneut zusammenkommen und weitere Schritte diskutieren – hoffentlich mit den passenden Verordnungen aus Berlin.