Feuerwehr-Großeinsatz in Lierenfeld: 24 Personen aus brennender Obdachlosenunterkunft gerettet

In der Nacht zum Freitag hat es in einer Obdachlosenunterkunft in Düsseldorf-Lierenfeld gebrannt. Die Feuerwehr konnte 24 Personen retten.
Feuerwehr Nacht
Ein gewaltiges Feuer breitet sich aus. Symbolbild. Foto: Shutterstock/VDWimages

Mitten in der Nacht zum Freitag, um kurz vor 3 Uhr, ging der Alarm in der Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf ein: Mehrere Anrufer meldeten einen Brand in der zweiten Etage einer Obdachlosenunterkunft auf der Posener Straße in Lierenfeld. Die Fluchtwege seien versperrt.

Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, kam ihnen eine Bewohnerin entgegen, die durch Löschversuche größere Mengen giftigen Rauchgases eingeatmet hatte. Während sie dem Rettungsdienst übergeben wurde, der sie später zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus transportierte, quoll aus einem geöffneten Fenster auf der Rückseite des Gebäudes bereits dichter schwarzer Brandrauch, der auch bereits in Teilen im Treppenraum der oberen Stockwerke zu sehen war. Vier Personen standen am Obergeschoss am Fenster und riefen um Hilfe.

Der ersteintreffende Zugführer leitete sofort deren Rettung über die Drehleiter der Feuerwache Flingern sowie die Suche nach weiteren Personen ein. 20 weitere Personen konnten von der Feuerwehr sicher aus dem Gebäude geleitet werden. Durch die Installation eines Rauchschutzvorhangs  in der Tür der Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, konnte die weitere Verbreitung des Rauchs gestoppt werden. Später kamen mehrere Lüfter zum Einsatz.

Hausbrand in Lierenfeld verursacht 50.000 Euro Schaden

In einem Bus der Rheinbahn wurden die Geretteten betreut und untersucht. Es musste jedoch keine weitere Person in eine Klinik eingewiesen werden. Sie konnten nach Beendigung des Einsatzes, an dem 35 Feuerwehrleute beteiligt waren, gegen 5 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurück. Lediglich die Brandwohnung ist unbewohnbar.

Nach Übergabe durch die Feuerwehr ermittelt die Polizei nun zur Brandursache. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der entstandene Sachschaden auf rund 50.000 Euro.

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