Foto: AFP/Jean-Francois Monier
Foto: AFP/Jean-Francois Monier

Bei dem tödlichen Flugzeugabsturz des argentinischen Fußballstars Emiliano Sala und seines Piloten hat möglicherweise eine Kohlenmonoxidvergiftung eine Rolle gespielt.

Britische Unfallermittler teilten am Mittwoch mit, toxikologische Tests hätten im Blut von Sala „einen hohen Sättigungswert von COHb“ festgestellt. Das ist das Produkt aus Kohlenmonoxid und Hämoglobin. Der Wert sei 58 Prozent gewesen. 50 Prozent gälten bei einem gesunden Menschen „als potenziell tödlich“, ließ die Behörde Air Accident Investigations Branch wissen.

Das Kleinflugzeug von Sala und seinem Piloten war im Januar in den Ärmelkanal gestürzt. Die Leiche des 28-jährigen Sala wurde zwei Wochen später geborgen. Der Leichnam von dem Piloten wurde bislang nicht entdeckt. In dem Untersuchungsbericht stand nicht, welche Rolle Kohlenmonoxid womöglich bei dem Absturz gespielt hat. Die Ermittler gaben aber zu verstehen, dass der 59-jährige Pilot wahrscheinlich beeinträchtigt worden wäre.

Ein Anwalt von Salas Familie, Daniel Machover, teilte mit, die Erkenntnis werfe viele Fragen auf. Die Familie und die Öffentlichkeit müssten erfahren, wie das Kohlenmonoxid in die Kabine gelangt sei. „Die künftige Flugsicherheit ist davon abhängig, so viel wie möglich zu diesem Thema zu wissen.“ Die Behörde teilte mit, sie ermittle weiter.

Quelle: dpa