Mehr als zwei Monate ist es bereits her, dass Ahmaud Arbery starb. Jetzt wurde eine Videoaufnahme veröffentlicht, die die Sekunden vor seinem Tod zeigen. Am helllichten Tag wurde der Afro-Amerikaner auf offener Straße erschossen.

Die Bilder zeigen, wie Ahmaud Arbery an einem sonnigen Tag in Brunswick im US-Bundesstaat Georgia joggt. Und dann kommt es zum tödlichen Aufeinandertreffen: Ein weißer Pick-Up steht mitten auf der Straße und blockiert ihm den Weg. Als er versucht auszuweichen, hält ihn einer von zwei Männern an – und er ist bewaffnet.

Sein erster Schuss verfehlt Arbery noch, der anschließend versucht, dem Schützen das Gewehr zu entreißen. Doch der 25-Jährige ist machtlos – die beiden nächsten Schüsse treffen ihn aus nächster Nähe. Er versucht noch zu fliehen, bricht aber wenige Meter später zusammen und stirbt. Aufgenommen hat die Schreckenstat ein Zeuge, der sich in einem Fahrzeug hinter dem Opfer befand. Achtung, das Video ist nichts für schwache Nerven:

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Dass das am 23. Februar aufgenommene Video erst jetzt veröffentlicht wurde, hat laut Lee Merritt, dem Anwalt der Familie des Verstorbenen, dazu geführt, dass es eine „falsche Erzählung um das Opfer“ gab, in der Arberby als Krimineller mit psychischen Problemen dargestellt wurde. Sein Foto kennt nun die ganze Welt:

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Tatsächlich hatten die beiden Verdächtigen, Gregory McMichael und sein Sohn Travis, angegeben, dass Arbery einem Einbrecher ähnlich gesehen habe. Also hätten sie sich bewaffnet und seien ihm hinterhergefahren, um ihn zur Rede zu stellen. Als Travis das Auto verließ, habe Arbery ihn angegriffen und er deshalb zweimal geschossen.

Auf dem Video allerdings sind drei Schüsse zu hören. Für Merritt steht die Sache fest: „Mr. Arbery hatte kein Verbrechen begangen und es gab keinen Grund für diese Männer zu glauben, dass sie das Recht hätten, ihn mit Waffen zu stoppen oder tödliche Gewalt anzuwenden. Das ist Mord. Mr. Arbery wurde einzig und allein seiner Rasse wegen von drei weißen Männern gejagt und getötet, ohne jeden Grund.“ Wen er mit der dritten Person meint, ist unklar – eventuell saß der Filmende mit im Boot.

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Auch, wenn der Fall derzeit untersucht wird ein Urteil noch nicht gesprochen ist, scheint die Sachlage eindeutig. Und sie erfüllt wieder einmal auf traurige und schockierende Art und Weise das Klischee des weißen Südstaaten-Amerikaners, der einen Hass auf Schwarze hat. Bleibbt zu hoffen, dass die Sache vollständig aufgeklärt wird und jeder seine gerechte Strafe erhält.