Foto: Shutterstock/VGstockstudio
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In einem Strafverfahren um Erpressungsversuche bei der Rückzahlung von mehr als 200.000 Euro zu viel überwiesenen Arbeitslohnes muss die Angeklagte eine Geldstrafe von 1200 Euro zahlen.

Weil die 27-Jährige erneut nicht zur Berufungsverhandlung am Landgericht Osnabrück erschienen war, zogen am Donnerstag sowohl die Verteidigerin als auch der Staatsanwalt ihre Berufungsanträge zurück. Damit ist die Verurteilung am Amtsgericht vom Mai wegen versuchter Erpressung rechtskräftig.

Die 27-Jährige hatte als geringfügig Beschäftigte im Monat 340 Euro netto verdient. Wegen eines Irrtums ihres Arbeitgebers landeten mehr als 225.000 Euro auf dem Konto der Putzfrau. Unter anderem hatte sie die Rückzahlung nach Feststellung des Amtsgerichts immer wieder verzögert und von finanziellen Gegenleistungen abhängig gemacht, was die Richter als versuchte Erpressung werteten.

Bereits im Sommer war ein Berufungstermin angesetzt, der verschoben werden musste, weil die Angeklagte in ihre Heimat Bulgarien gereist war.

Quelle: dpa