Jagdszenen an Schule: Schüler verfolgen Lehrer und brechen ihm den Arm

Weil er sie auf ein Verbot hinwies, ist ein Lehrer von Schülern gejagt worden. Das Ergebnis: Ihm wurde der Arm gebrochen.
Schule Klassenzimmer
Ein Klassenzimmer einer Schule. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Schule Klassenzimmer
Ein Klassenzimmer einer Schule. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

In Harris County im US-Bundesstaat Texas ist es in der vergangenen Woche zu verstörenden Szenen gekommen. Vier Schüler haben einen Lehrer der Langham Creek High School gejagt und ihm den Arm gebrochen. Der Cypress Fairbanks Independent School District bestätigte außerdem, dass es am Freitag zu Drohungen in den sozialen Medien gegen die Schule gekommen ist.

Am vergangenen Donnerstag betraten die vier Schüler, die nach offiziellen Angaben von einer anderen Schule stammen, das Schulgelände während eines Baseballtrainings mit Mountainbikes. Nachdem Michael Shott, ein stellvertretender Baseballtrainer und Physiklehrer, sie darauf hinwies, dass es untersagt sei, mit den Mountainbikes auf dem Schulgelände herumzufahren, eskalierte die Situation.

Seine Mutter Peggy sagte dem Sender „abc13„: „Es geht ihm gut. Er ist zu Hause. Er hat einen gebrochenen Arm, aber die Kinder sagten, dass er das tut, was er immer getan hat und dass es ihm gut geht. Der Grund, warum ihm das passiert ist, war, dass er seine Arbeit gemacht hat. Er hat die Kinder aufgehalten. Nun, zuerst war es nur ein Kind. Die anderen kamen zurück, weil es ihnen nicht gefiel, dass er sie aufhielt.“

Eltern holen ihre Kinder aus Angst aus der Schule

Am Freitag kamen dann in den sozialen Medien noch Drohungen gegen die Schule hinzu, woraufhin spezielle Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. „Sie mussten eine Durchsage machen, weil die Leute immer wieder selbst aus dem Unterricht gingen. Sie mussten eine Durchsage machen, dass es den Lehrern nicht erlaubt ist, die Schüler ohne einen Zettel nach Hause gehen zu lassen“, erklärte ein Zehntklässler.

Im Laufe des Tages wurde es immer unübersichtlicher. Irgendwann hieß es dann, in der Schule hätte jemand geschossen, was aber nicht der Fall war. Dennoch kamen viele Eltern aus Angst um ihre Kinder und holten diese aus dem Unterricht. Als Reaktion auf die Kette von Ereignissen veröffentlichte der „Cypress Fairbanks Independent School District“ die folgende Erklärung:

„Die jüngsten Sicherheitsverstöße, die sowohl auf als auch außerhalb unseres Geländes aufgetreten sind, sind äußerst enttäuschend. Ich möchte Ihnen versichern, dass wir diese Vorfälle sehr ernst nehmen. Unsere Schulen müssen die sichersten Orte in unserer Gemeinde für Schüler, Mitarbeiter und Besucher sein. Wir werden nicht dulden, dass irgendjemand das sichere Umfeld auf unserem Campus gefährdet, und werden Verstöße so weit wie möglich ahnden. Wir ermutigen Schüler, Mitarbeiter und Gemeindemitglieder weiterhin, die Verwaltung, die Campus-Polizei oder die Polizeidienststellen zu informieren, wenn sie verdächtige oder illegale Aktivitäten sehen oder hören. Vielen Dank, dass Sie uns helfen, ein sicheres Umfeld in unseren Schulen und in unserer Gemeinde zu erhalten und zu stärken.“

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