Foto: dpa/Aung Thura
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Ein Pilot aus Myanmar hat den Sonntag für seine 89 Passagiere gerettet, als er seine Maschine per Notlandung ohne Vorderreifen am Morgen so auf dem Rollfeld abstellte, dass sich niemand verletzte.

Das Flugzeug der Myanmar National Airline (MNA) lag unorthodox auf dem International Airport. Das vordere Fahrwerk konnte vor der Ladung nicht ausgefahren werden. Dennoch setzte der Pilot die Landung auf spektakuläre Art, indem er die Belastung des Jets so aussteuerte, dass vor allem die Hinterachse belastet wurde. So wurden „nur“ die Seitenflügel stark beschädigt, der Rumpf aber fing letztlich kein Feuer.

Alle Passagiere und die sieben Besatzungsmitglieder konnten über die Notrutsche den Flug UB-103 nach Manadaly unverletzt beenden.

Das Flugzeug war zuvor bereits gekreist und der Pilot hatte vergeblich versucht, das vordere Fahrwerk auszufahren. Er sei deshalb länger in der Luft geblieben, um Treibstoff zu verbrauchen und das Gewicht zu reduzieren. Ingenieure untersuchen nun die Maschine und versuchen, den technischen Fehler zu finden.

Zweiter Zwischenfall in Myanmar binnen einer Woche

Bei einer weiteren missglückten Landung einer Passagiermaschine in Myanmar waren bereits am Donnerstag vier Personen verletzt worden. Das Flugzeug vom Typ Bombardier Dash-8 Q400 sei bei der Landung in schlechtem Wetter von der Rollbahn abgekommen, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft Biman Bangladesh Airlines. Keiner der Verletzten sei aber in Lebensgefahr.

An Bord der Maschine waren 33 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Sie kam aus der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka. Zu dem Unfall kam es am Mittwochabend (Ortszeit) bei der Landung am Internationalen Flughafen von Rangun, wie der Sprecher sagte.

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