Foto: Clara Margais/dpa
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Meldungen wie diese lösen jährlich Bestürzung und Unverständnis zugleich aus: Bei Stürzen von Hotelbalkonen auf den Mittelmeerinseln Mallorca und Ibiza sind ein Tourist ums Leben gekommen und zwei weitere verletzt worden, darunter ein Deutscher.

Nach Polizeiangaben vom Montagvormittag stürzte ein britischer Urlauber am Freitag in der Party-Hochburg Magaluf von seinem Balkon im zweiten Stock eines Hotels in den Tod. Noch sei unklar, ob er freiwillig gesprungen oder versehentlich gefallen sei.

Ein 35-jähriger Deutscher stürzte nach Angaben der Ermittler bereits am Donnerstag aus der zweiten Etage seines Hotels in Palma de Mallorca. Er war dem Vernehmen nach stark betrunken und wurde schwer verletzt. Ein Australier wurde am Montag beim Sturz von einem Hotelbalkon auf Ibiza verletzt.

Jedes Jahr stürzen Urlauber auf den Balearen von den Balkonen ihrer Hotels. In einigen Fällen handelt es sich um Unglücke. Andere Stürze sind Folge des Trends des „Balconing“, bei dem Menschen vom Balkon in den Hotelpool oder auf einen benachbarten Balkon springen.

„Balconing“ ist eine Art Mutprobe, bei der Menschen vom Balkon aus versuchen, in einen Pool zu springen. Leider oft mit einem nicht allzu guten Ende. Dabei ist der Quatsch, bei dem sich Leute auf Balkonen herumtreiben, um zu einem anderen Hotel herüber zu klettern oder sich gleich in die Tiefe stürzen, auf der Balearen-Insel in der Gemeinde Calvia untersagt, bereits seit 2016. Und nicht nur das. Bei einem Verstoß drohen heftige Geldbußen.

Dennoch lassen sich nicht alle Touristen von dem Irrsinn abhalten. Über die fatalen Konsequenzen ist jährlich zu lesen – auch im Jahr 2019.

Quelle: AFP