Foto: dpa
Foto: dpa

Balkonstürze auf Mallorca gehören aktuell leider zur Tagesordnung. Beim jüngsten Fall ist ein Brite zumindest glimpflich davongekommen.

Der 21-Jährige wollte in der Nacht zum Dienstag um 4.30 Uhr von seinem Balkon im Hotel Lively urinieren – aus dem zweiten Stockwerk. Dabei hat er laut einem Bericht der „Mallorca Zeitung“ das Gleichgewicht verloren und stürzte ab. Zum Glück erlitt der Mann nur leichte Verletzungen, wurde ins Krankenhaus gebracht.

Der Strafzettel für „Balconing“ blieb ihm indes nicht erspart, obwohl er gar nicht wie üblich bei diesem Vergehen absichtlich gesprungen ist. „Balconing“ ist indes eine Art Mutprobe, bei der Menschen vom Balkon aus versuchen, in einen Pool zu springen. Leider oft mit einem nicht allzu guten Ende. Die Polizei verdonnerte ihn zu einer Strafzahlung in Höhe von 600 Euro. Dem Vernehmen nach war es der zehnte Bußgeldbescheid in der laufenden Urlaubssaison.

Die Hochburg Magaluf, in der sich auch der aktuelle Fall wieder ereignete, hatte nach mehreren Todesfällen schon Anfang Juli Alarm geschlagen und eine Krisensitzung mit Hoteliers und Politikern sowie mit Vertretern des britischen Konsulats abgehalten. Ein Ergebnis des Treffens: Die Regierung der Balearen will auf Antrag von Unternehmern, Nachbarschaftsverbänden und Gemeinden verstärkt gegen „Sauftourismus“ vorgehen und beispielsweise den freien Ausschank alkoholischer Getränke in den sogenannten All-Inclusive-Hotels verbieten. Über weitere Maßnahmen wird noch nachgedacht.