Köln-MÜLLheim: Stadt reagiert erneut – diesmal drohen Strafen

Anwohner aus Köln-Mülheim ärgern sich tagtäglich über das asoziale Verhalten mancher Anwohner. Denn viele lassen ihren Müll überall liegen und locken Ratten an. Nach einer Tonight-News-Berichterstattung drohen den Schmutzfinken jetzt aber saftige Strafen.
Müll im Böcking-Park
Ein Müllberg im Böckingpark. Foto: Johanna Ristau/Tonight News
Müll im Böcking-Park
Ein Müllberg im Böckingpark. Foto: Johanna Ristau/Tonight News

Alufolie vom Döner, Sonnenblumenkerne, Dustlöscher-Packungen und vieles mehr zieren das Bild der Grünflächen in Köln-Mülheim. Tonight News berichtete auch über die Rattenplage, von der der Stadtteil auf der Schäl Sick heimgesucht wurde.

Bisher reagierte die Stadt Köln lediglich mit sporadischen Kontrollen durch das Ordnungsamt und der Initiative „Hallo Nachbar“, bei der Anwohner ihr Veedel selbst verschönern und gegebenenfalls noch andere darauf hinweisen sollen, ihren Müll zu entsorgen.

Stadt Köln reagiert auf Müll-Problem in Mülheim mit Ordnungsamt und Grill-Scouts

Doch jetzt die Wende: „Es ist geplant, dass bei Schönwetter im Böckingpark sogenannte Grill-Scouts der AWB zum Einsatz kommen“, heißt es von der Stadt. Zudem weist die Stadtsprecherin auf ein allgemeines Problem der Beamten hin:

Die Herausforderung ist es, dass die Kolleg*innen dies unmittelbar zum Zeitpunkt der Vermüllung feststellen müssen. Hierbei handelt es sich um eine sehr kleine Zeitspanne und eine sogenannte „Sekundentat“. Den Außendienstkräften ist es beispielsweise nicht möglich, grundlos die Personalien von allen in der Grünfläche anwesenden Personen aufzunehmen, nur weil diese gegebenenfalls ihren Müll hinterlassen könnten. Wenn Ordnungsdienstkräfte während ihrer Präsenzstreife Gruppen an einer Stelle antreffen, die bereits einen stark vermüllten Eindruck macht, wird präventiv gearbeitet und die Personen auf das anschließende Säubern der Örtlichkeit hingewiesen.

Aber: „Stellen Ordnungsdienstkräfte fest, dass Personen ihren Müll liegen lassen, wird dies konsequent geahndet“, so die Sprecherin. Und dann drohen saftige Bußgelder.

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