Karneval in Düsseldorf: Welche Corona-Regeln gelten an den jecken Tagen?

Am Donnerstag startet die fünfte Jahreszeit in ihre heiße Phase. Welche Regeln gelten an den jecken Tagen in Düsseldorf? Wir klären euch auf.
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Am Donnerstag, den 16. Februar, geht es für Karnevalsfans endlich richtig los. Dann startet der Straßenkarneval mit den Erstürmungen der Rathäuser und gibt den Auftakt in die tollen Tage. Erstmals seit drei Jahren darf dann auch wieder ohne Maske und beinahe ganz ohne Vorsichtsmaßnahmen gefeiert werden. Doch es gibt noch einige wenige Corona-Regeln, die noch zu beachten sind.

Zwar sind zum 1. Februar beinahe alle Regeln aufgehoben worden, es muss beispielsweise keine Maske mehr in Bussen und Bahnen getragen werden, auch eine Isolationspflicht für Infizierte gibt es nicht mehr. Einzig die Schutzmaßnahmen in Einrichtungen für vulnerable Personen bestehen noch.

Karneval in Düsseldorf: Vulnerable Einrichtungen werden geschützt

Das bedeutet, wer positiv auf Corona getestet ist, darf fünf Tage lang keine Einrichtung für vulnerable Personen betreten. Dazu gehören Krankenhäuser, Pflegeheime, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Zudem sollten positiv getestete Personen in Innenräumen außerhalb der eigenen Wohnung mindestens eine medizinische Maske tragen.

Zum Karneval hat die Stadt Düsseldorf darüber hinaus keine weiteren Auflagen veröffentlicht, die aufgrund von Corona eingehalten werden müssen. Vielmehr gelten die weiterhin bestehenden Regeln, heißt es. Das bedeutet, es darf jeder freiwillig weiterhin eine Maske tragen. Zudem gelten die allgemeinen Hygieneregeln. Wer krank ist, sollte zudem keinesfalls mitfeiern.

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Karneval in Düsseldorf 2023: Welche Regeln galten am 11.11.?

Je kälter es wird, desto größer ist auch wieder die Gefahr vor Ansteckungen. Das hat das Münchner Oktoberfest in den vergangenen Wochen eindrucksvoll bestätigt. Denn nachdem dort die Festzelte wie zu besten Zeiten vor Corona gefüllt waren, explodieren in Bayern die Inzidenzzahlen geradezu.

Und nicht nur in Süddeutschland. Denn auch zahlreiche Touristen aus anderen Bundesländern steckten sich auf dem Fest an und verbreiteten das Virus wieder in der Bundesrepublik und trugen zu einer steigenden Inzidenz bei. So liegt die Inzidenz in NRW (Stand 11. Oktober) inzwischen schon wieder bei 614,8, was ein Plus über 100 im Gegensatz zur Vorwoche bedeutet. In Düsseldorf liegt die Inzidenz mit 552,9 nur etwas tiefer, aber auch hier gab es im Gegensatz zur Vorwoche ein Plus von 86.

Es kann daher sein, dass zum Monatswechsel noch mal neue Regeln verkündet werden. Denn die allgemeine Corona-Schutzverordnung wurde zunächst bis zum 31. Oktober verlängert. Wie es danach weitergeht, bleibt daher noch abzuwarten.

Karneval in Düsseldorf: Diese Regeln galten ab dem 1. Oktober 2022:

Bislang sehen die Regeln in Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen wie folgt aus:

  • Keine Maskenpflicht in Innenräumen.
  • In Schulen eine Maske zu tragen wird bislang nur empfohlen, ist aber nicht vorgeschrieben.
  • Maskenpflicht gilt in Arztpraxen, Pflegeheimen und Krankenhäusern.
  • FFP2-Maskenpflicht gilt auch im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
  • Wer positiv auf Corona getestet wurde, muss zehn Tage in Isolation. Nach fünf Tagen kann man sich freitesten.

Karneval in Düsseldorf: Änderten sich die Corona-Regeln zum 11.11.?

Bislang wird noch an die Eigenverantwortung appelliert, aber da man die allgemeine Corona-Schutzverordnung erstmal nur bis zum 31. Oktober verlängert hat, ist danach alles möglich. Zwar wird von Regierungsseite erklärt, dass man dies auch gerne so beibehalten möchte, gleichfalls wird aber auch betont, dass man die bisherige Entwicklung sehr genau im Auge behalten werde.

Ob und in wie weit dann neue Entscheidungen getroffen werden, die dann auch den 11.11. betreffen, darüber kann bislang nur spekuliert werden. Denn auch das Ministerium hat sich dazu bislang noch nicht geäußert und wird die Lage zunächst beobachten und dann erst zum 1. November hin entscheiden.

Karneval in Düsseldorf: Welche Rolle spielte das Oktoberfest?

Sicher werden einige Karnevalisten das Treiben in München mit bangem Blick verfolgt haben. Denn dort hat sich die Inzidenz in nur 15 Tagen von 219 auf 834 vervierfacht. Neben den belegten Zahlen schlagen nun auch die Kliniken in und um München Alarm, dass die Zahl der Patienten inzwischen wieder ein kritisches Level erreicht. 5,7 Millionen Menschen kamen in diesem Jahr auf dem Oktoberfest zusammen und feierten und tranken ausgelassen auf dem Gelände. Ein Szenario, welches vergleichbar ist mit dem Karneval im Rheinland.

Zwar werden kaum so viele Menschen am 11.11. in den Hochburgen am Rhein erwartet, doch ein Alarmsignal dürfte das Oktoberfest für die Regierung allemal gewesen sein. Zumal auch die Inzidenz nach dem Karneval im vergangenen Jahr steil in die Höhe schnellte und damit ein großes Risiko war.