WM-Halbfinale heute in Düsseldorf: Polizei rechnet mit Bengalos und Autokorsos

Tausende Fans der marokkanischen Nationalelf haben in Düsseldorf bereits für buntes Freuden-Chaos auf den Straßen gesorgt – im Gegensatz zu Brennpunkten wie Brüssel bislang friedlich. Für das WM-Halbfinale am Mittwoch präsentiert sich die Polizei Düsseldorf gut vorbereitet. Ab 20 Uhr kämpfen Frankreich und Marokko dann um den Einzug ins WM-Finale.
WM 2022 - Marokko - Portugal
Marokko-Fans feiern den Einzug ins WM-Halbfinale in Düsseldorf. Foto: Christoph Reichwein/dpa
WM 2022 - Marokko - Portugal
Marokko-Fans feiern den Einzug ins WM-Halbfinale in Düsseldorf. Foto: Christoph Reichwein/dpa

Es ist nicht minder als eine Sensation: Marokkos Nationalelf ist als erstes afrikanisches Team in ein WM-Halbfinale eingezogen. Das wurde auch von den Fans in Düsseldorf entsprechend gewürdigt: in Oberbilk feierten am vergangenen Samstag rund 5000 Fans  auf den Straßen. In der Landeshauptstadt leben so viele Marokkaner, wie sonst nirgendwo in NRW. Jetzt wappnet sich die Düsseldorfer Polizei für den potentiellen Einzug ins WM-Finale: Am Mittwoch muss sich die Mannschaft gegen Frankreich beweisen.

Die Düsseldorfer Polizei hält ein größeres Aufgebot für die Halbfinalpartie der Fußball-Weltmeisterschaft am Mittwochabend bereit. „Wir sind vorbereitet“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag auf Anfrage.

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Mit Marokkos Nationalelf steht in Katar erstmals ein afrikanisches Team im Halbfinale einer Fußball-WM. Schon der Weg dahin hatte in der Landeshauptstadt Begeisterungsstürme Tausender Fans ausgelöst. So war nach dem Sieg Marokkos über Portugal der Verkehr rund um den Hauptbahnhof am vergangenen Samstag zeitweise zum Erliegen gekommen. Auch Busse und Bahnen waren betroffen.

Polizei Düsseldorf: Straßensperrungen am Mittwoch Abend

„Es ist damit zu rechnen, dass erneut Straßenzüge gesperrt werden müssen“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Dies werde aber situativ erfolgen, sobald Straßen nicht mehr befahrbar sind. „Bislang sind die Erfolge des marokkanischen Teams größtenteils friedlich gefeiert worden. Nur einige wenige sind über die Stränge geschlagen“, hieß es.

In der Landeshauptstadt hatten vor allem im Bereich des Hauptbahnhofs und im Stadtteil Oberbilk Tausende marokkanische Fans gefeiert – mit Bengalos und Autokorsos. Die Polizei hatte einen „intensiven und langen“ Einsatz, weil es auch zu Flaschen- und Böllerwürfen gegen Einsatzkräfte und Sachbeschädigungen gekommen war. Ein Beamter wurde leicht verletzt.

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Auch in der Millionen-Stadt Köln musste die Polizei wegen der Fan-Ansammlungen eingreifen, Einheiten aus dem ganzen Stadtgebiet waren im Einsatz. Bei einem Polizeifahrzeug wurde durch Unbekannte die Heckscheibe mit Steinen zerstört. Verletzt wurde niemand. Ein Beamter wurde durch eine Flasche am Helm getroffen, blieb aber ebenfalls unverletzt. Friedlich und ausgelassen wurde in Essen, Dortmund und Hamm gefeiert.

dpa