Polizei Düsseldorf zieht Altweiber-Bilanz: Intensive Einsatzlage bei geringerem Aufkommen

DIe Polizei Düsseldorf hat anlässlich der Altweiber-Feierlichkeiten eine erste vorläufige Bilanz gezogen. Sie spricht von einer intensiven Einsatzlage.
Karneval in Düsseldorf: Altweiber 2022
An Altweiber brauchte Düsseldorf etwas um in Schwung zu kommen: Ab dem späten Nachmittag füllte sich die Altstadt aber immer mehr. Foto: Maurice Gramatke / Tonight.de
Karneval in Düsseldorf: Altweiber 2022
An Altweiber brauchte Düsseldorf etwas um in Schwung zu kommen: Ab dem späten Nachmittag füllte sich die Altstadt aber immer mehr. Foto: Maurice Gramatke / Tonight.de

Geringeres Besucheraufkommen, aber eine intensive Einsatzlage: Die Polizei Düsseldorf hat eine erste Altweiber-Bilanz gezogen.

Wie zu erwarten lag der Schwerpunkt des Einsatzgeschehens in der Altstadt und am Rheinufer, wo mehrere Hundertschaften waren bis zum frühen Freitagmorgen ständig präsent. Doch die Appelle im Vorfeld zeigten ihre Wirkung: Es kamen deutlich weniger Jecken, um in der eingerichteten „Brauchtumszone“ zu feiern.

Bis 13 Uhr war die Altstadt nur mäßig gefüllt. Bei Sonnenschein und milden Außentemperaturen sammelten sich nach und nach in der Spitze über Tausend junge Jecken an der Freitreppe und am Rheinufer und feierten dort Altweiber. Die Stimmung wurde mit steigendem Alkoholpegel spürbar aggressiver. Bei kleineren Streitigkeiten schritt die Polizei schnell und konsequent ein.

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Altweiber in Düsseldorf: Keine herausragenden Polizei-Einsätze

Aus der Menge heraus kam es zu zwei Flaschenwürfen auf Einsatzkräfte. Die Polizistinnen und Polizisten identifizierten einen 20 Jahre alten Mann als Werfer, nahmen ihn in Gewahrsam und leiteten ein Strafverfahren ein. Ein 18-Jähriger beleidigte Ordnungskräfte und leistete bei der Personalienfeststellung durch die Polizei Widerstand. Ihn erwartet ebenfalls ein Strafverfahren. Er wurde in Gewahrsam genommen. Ab etwa 16 Uhr leerten sich Rheinufer und Burgplatz bei einsetzendem Starkregen schlagartig. Das Einsatzgeschehen verlagerte sich in der Folge im Wesentlichen in den Kernbereich der Altstadt.

Einem mutmaßlichen Taschendieb wurden in der Nacht die aufmerksamen Beamtinnen und Beamten an den Videobildschirmen der Altstadtwache zum Verhängnis. Der 28-jährige Algerier wurde nach einem Taschendiebstahl vorläufig festgenommen. Bis 2 Uhr mussten die Polizistinnen und Polizisten immer wieder bei Streitigkeiten einschreiten. 46 Personen erhielten einen Platzverweis, 16 wurden in Gewahrsam genommen. Herausragende Sachverhalte wurden bislang nicht bekannt.

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