Erzschelm Hoppeditz stichelt gegen Subventionen für Kirchentag

Der Hoppeditz ist in Düsseldorf erwacht. Wie erwartet teilte er wieder Spitzen aus. Diesmal bekamen vor allem die Kirche und Bundeskanzler Olaf Scholz ihr Fett weg.
Karneval in Düsseldorf am 11.11.2022 - Hoppeditz ist erwacht!
Die Düsseldorfer Karnevalsfigur Hoppeditz erwacht um 11:11 Uhr im Senftöpfchen auf dem Marktplatz am Rathaus aus dem Sommerschlaf. Mit dem "Hoppeditz-Erwachen" beginnt die närrische Zeit in Düsseldorf. Das Motto der Karnevalssession 2022 lautet "Düsseldorf Helau - Wir feiern das Leben". Foto: Fabian Strauch/dpa
Karneval in Düsseldorf am 11.11.2022 - Hoppeditz ist erwacht!
Die Düsseldorfer Karnevalsfigur Hoppeditz erwacht um 11:11 Uhr im Senftöpfchen auf dem Marktplatz am Rathaus aus dem Sommerschlaf. Mit dem "Hoppeditz-Erwachen" beginnt die närrische Zeit in Düsseldorf. Das Motto der Karnevalssession 2022 lautet "Düsseldorf Helau - Wir feiern das Leben". Foto: Fabian Strauch/dpa

Der Hoppeditz, Erzschelm des Düsseldorfer Karnevals, ist erwacht. Den Auftakt zur fünften Jahreszeit hat er mit einer Spitze gegen den geplanten Kirchentag genutzt. Dem Hoppeditz missfiel, dass die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt den Evangelischen Kirchentag 2027 mit mindestens 5,8 Millionen Euro subventionieren will. „Wenn die mit dem Kirchentag prahlen, lasst die ihn doch selber bezahlen“, rief der Hoppeditz.

In Düsseldorf erwachte am 11.11. traditionell der Erzschelm Hoppeditz in seinem Senftopf vor dem Rathaus. Die Karnevalsfigur, verkörpert von Tom Bauer, setzte sofort einige Spitzen gegen Kommunal- und Bundespolitik, bis Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) vom Rathausbalkon zur närrischen Gegenrede ansetzen durfte.

Auch der Verkauf des Hamburger Hafens „nach Monopoly-Art“ stieß der Spottfigur übel auf. Mangels Schlossallee könne Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) den Chinesen doch auch noch die Hamburger Elbchaussee oder die Reeperbahn verkaufen, empfahl er.

Die großen Sorgenthemen klammerte der Narr nicht aus: „Ich wünsche mir, bei lauen Wintern, bezahlbar einen warmen Hintern.“ Nach zwei Corona-Jahren hoffen die Karnevalisten zum Start der fünften Jahreszeit, dass sie den Karneval diesmal bis Aschermittwoch durchziehen können: „Wer weiß, was noch passiert, damit die Stadt unseren Zoch (Rosenmontagszug) wieder einkassiert“, unkte der Hoppeditz.

Bei milden elf Grad und blauem Himmel waren Tausende auf den gut gefüllten Platz vor das Düsseldorfer Rathaus geströmt.

dpa