Düsseldorf: Stadt prüft Zufahrtsbeschränkungen in die Altstadt

In einigen Stadtteilen Düsseldorfs kommt es am Wochenende wegen zu viel Verkehr zu Staus und Chaos. Abhilfe könnten Zufahrtsbeschränkungen bieten.
Stau in Düsseldorf
Autos stauen sich in der Nähe des Hauptbahnhofs. Foto: Martin Gerten/dpa
Stau in Düsseldorf
Autos stauen sich in der Nähe des Hauptbahnhofs. Foto: Martin Gerten/dpa

Wochenende für Wochenende kommt es in der Altstadt, in Carlstadt und in Teilen Unterbilks zu massiven Verkehrsstörungen. Stau und Wildparker machen den Anwohnern das Leben schwer. Die Stadt Düsseldorf will nun dagegen angehen.

So will man prüfen, ob man die Zufahrt in bestimmte Stadtgebiete und Straßen mit Hilfe von Zufahrtsbeschränkungsanlagen einschränken kann. In anderen europäischen Ländern, wie etwa Österreich oder den Niederlanden, gibt es solche Beschränkungen bereits. Kameras, die Kennzeichen scannen oder QR-Codes, die man an ein Lesegerät hält, werden etwa in Wien oder in Städten Italiens verwendet. Ähnliches könne man sich auch für Düsseldorf vorstellen.

Poller könnten so bestimmte Straßen zu bestimmten Zeitpunkten für Gäste sperren. Messungen um den Horionplatz und dessen umliegenden Straßen hätten gezeigt, dass vor allem am Wochenende ein massives Verkehrsaufkommen stattfindet. Staus und Störungen für den Düsseldorfer ÖPNV sind die Folge rund um den Horionplatz und die Haroldstraße.

Verkehrsdezernat ist sich der Probleme bewusst

Dabei sind es vor allem Besucher von außerhalb, die auf der Suche nach einem Parkplatz auch von ihren Navigationsgeräten dorthin geführt werden. Wie die „Rheinische Post“ schreibt, kommen 38 Prozent des Freizeitverkehrs in Düsseldorf aus umliegenden Städten und anderen Regionen.

Nicht nur die Anwohner beschweren sich über den Dauerstau am Wochenende vor ihren Häusern, auch die Einzelhändler sehen den Zustand kritisch. Zuspruch gibt es bereits vom Düsseldorfer Verkehrsdezernat, wo man sich des Problems bewusst ist. Doch dort sieht man noch weitere Probleme, weshalb man die einzelnen Stadtgebiete nicht alle über einen Kamm scheren dürfe.

Daher bedarf es gezielter Problemlösungen, die sich von der Altstadt zur Carlstadt und ebenso zu Unterbilk generell unterscheiden. Die Frage, wo an welchen Tagen zu welchen Uhrzeiten was genau gesperrt werden soll, stellt sich daher für jeden Stadtteil und Straßenzug von Neuem. Kontrollen  vor Ort wurden bereits intensiviert. Erste Konsequenzen in Form von Pollerinstallationen oder Schranken dürfte es aber erst in ein bis zwei Jahren geben.